Lexikon
Phokomelie
[
griechisch, „Robbengliedrigkeit“
]angeborene Missbildung, die in mangelhafter oder fehlender Entwicklung der langen Arm- und Beinknochen und Sitz der Hände oder Füße unmittelbar (oder nahe) am Rumpf besteht. Phokomelie trat 1960–1963 gehäuft auf und wurde als Auswirkung bestimmter Schlafmittel (Thalidomid, in Deutschland unter dem Namen Contergan im Handel) u. a. Medikamente erkannt.
Wissenschaft
Exzellent oder nicht?
Man kann schauen, wohin man will: In der deutschen Wissenschaftslandschaft ist „Exzellenz“ nirgendwo weit – jedenfalls dem Namen nach. Vor allem die Exzellenzinitiativen und -strategien des Bundes und der Länder haben den Begriff weit gestreut. Aber auch andere Fördermaßnahmen schmücken sich inzwischen zunehmend mit der Phrase,...
Wissenschaft
Neandertaler-Linie war 50.000 Jahre isoliert
In der Endzeit der Neandertaler gab es in Europa offenbar mindestens zwei genetisch voneinander getrennte Linien. Das legen DNA- und Isotopen-Analysen eines Neandertalers nahe, der 2015 in der Grotte Mandrin in Frankreich entdeckt wurde. Das Individuum, dem die Forschenden den Spitznamen „Thorin“ gaben, lebte demnach vor etwa 42....