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LEXIKON

Stasiuk

['ʃtaʃuk]
Andrzej, polnischer Schriftsteller und Journalist, * 25. 9. 1960 Warschau; erregte in seiner Heimat großes Aufsehen mit seinem Debütwerk, dem Erzählband „Die Mauern von Hebron“ 1992, deutsch 2003, in dem er offen und detailliert den von Gewalt geprägten Alltag im Gefängnis schildert, wie er ihn Anfang der 1980er Jahre als Deserteur der Armee erlebte; wurde international bekannt vor allem mit seinen Romanen „Der weiße Rabe“ 1993, deutsch 1998 und „Die Welt hinter Dukla“ 1997, deutsch 2000; Stasiuks Schreiben konzentriert sich auf teils fiktive, teils reportagehafte Erzählformen, die in einer drastisch-schroffen Sprache und einer fragmentarischen Erzählweise das Leben in der polnischen und europäischen Provinz beobachten und reflektieren; die Hauptpersonen seiner Romane, Erzählungen, Gedichte und Reisereportagen sind einfache Leute und Menschen am Rande der Gesellschaft; schreibt außerdem Essays für polnische und deutsche Tageszeitungen; weitere Werke: „Galizische Geschichten. Erzählungen“ 1995, deutsch 2002; „Über den Fluss. Erzählungen“ 1996, deutsch 2004; „Wie ich Schriftsteller wurde. Versuch einer intellektuellen Autobiographie“ 1998, deutsch 2001; „Unterwegs nach Babadag“ 2005; „Dojczland. Ein Reisebericht“ 2008; „Hinter der Blechwand“ 2009, deutsch 2011; Theaterstück „Nacht“ 2004.
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