Lexikon

Windscale-Unfall

[
ˈwindskɛil-
]
ein Zwischenfall am Reaktor I der Plutoniumfabrik Windscale (heute Sellafield, Großbritannien) am 10. 10. 1957, der zu einer nennenswerten Freisetzung von Radioaktivität (insbes. Jod) in die Atmosphäre führte. Zu dem Zwischenfall kam es, als der Reaktor ohne Kühlung eingeschaltet wurde, um Gitterfehler in graphitischen Einbauten auszuheilen. Aufgrund der unzureichenden Instrumentierung entstand ein Graphitbrand, der erst nach längerer Zeit mit Wasser gelöscht wurde. Es handelt sich beim W. um den bisher einzigen Unfall in einem gasgekühlten Reaktor mit Freisetzung von Radioaktivität. Bei den heutigen gasgekühlten Reaktoren liegen die Betriebstemperaturen höher als beim Windscale-Reaktor, so dass die durch die Neutronenbestrahlung induzierten Gitterfehler im normalen Betrieb von selbst ausheilen u. somit eine Situation wie die, die zum W. führte, nicht vorkommen kann.
Wissenschaft

Tierischer Gen-Patentklau mit Medizin-Potenzial

In kuriosen Wasser-Wesen steckt offenbar Potenzial für die Medizin: Um Infektionen zu bekämpfen, nutzen Bdelloida-Rädertierchen genetische „Antibiotika-Rezepte“, die sie Bakterien geklaut und für sich angepasst haben, zeigt eine Studie. Da die Substanzen für die Wirkung in einem tierischen Organismus optimiert sind, könnten sie...

Wissenschaft

Schwere Geburt auch bei Schimpansen

Nicht nur wir Menschen haben es bei der Geburt schwer: Auch bei Schimpansen ist der Geburtskanal enger als bisher angenommen. Das zeigt eine Studie anhand dreidimensionaler Modelle der Beckenanatomie bei Schimpansen und Menschen. Bisher ging man davon aus, dass die schwere Geburt bei Menschen vor allem durch unseren aufrechten...

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon