Lexikon

Zabern-Affäre

eine innenpolit. Krise im dt. Kaiserreich. Am 28. 10. 1913 hatte ein Leutnant der dt. Garnison in Zabern vor Soldaten aufhetzerische Bemerkungen gegen die elsäss. Bevölkerung gemacht. Dies führte zu Protestkundgebungen u. Zusammenstößen zwischen Einwohnern u. Militär. Daraufhin verhängten die örtl. Militärbehörden das Kriegsrecht, ohne von der polit. Führung dazu ermächtigt zu sein. Die Übergriffe des Militärs wurden vom Kaiser u. von der Regierung nach außen hin weitgehend gedeckt. Nach einer Reichstagsdebatte am 3. u. 4. 12. 1913 sprach die Mehrheit der Abgeordneten dem Reichskanzler T. von Bethmann Hollweg das Misstrauen aus; dieses erste Misstrauensvotum in der Geschichte des Kaiserreichs hatte allerdings aus verfassungsrechtl. Gründen keine prakt. Folgen. Insges. stärkte die Z. die Stellung des Militärs im dt. Staatsgefüge u. verschärfte die innenpolit. Spannungen.
D. Schoenbaum, Zabern 1913. Consensus politics in imperial Germany. London. 1982.
Wissenschaft

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Arktische Pflanzen haben beeindruckende Strategien entwickelt, um unter extremen Bedingungen zu überleben – und sie verändern sich weiter, als Reaktion auf ein wärmeres Klima. von MARLENA ABRIL WEGNER Weiße, endlose Landschaften aus Eis und Schnee, gefrorene Meere – eine kalte Wüste. Das ist das Bild, das viele Menschen mit der...

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Wissenschaft

Organe hin, Organe her

Warum bekam Charles Darwin aufgrund seiner Evolutionstheorie so viel Ärger mit kirchlichen Kreisen? Weil seine Erkenntnisse in fundamentalem Widerspruch zu dem Glauben standen, dass alle Arten seit Gottes Schöpfungsakt unverändert existieren. Die Quintessenz der Theorie Darwins war ja gerade, dass sämtliche Organismen-Arten keine...

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