Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

achten/ächten:
achten
leitet sich vom althochdeutschen
ahton
„achten“ her. Im Mittelhochdeutschen heißt
aht,
ahte
„Meinung“, „Gesinnung“, „Beachtung“. Der Wortstamm ist auch in Begriffen wie
erachten,
achtbar,
Achtung,
verachten,
Verachtung,
Gutachten,
Obacht geben
enthalten oder in Wendungen wie
sich in Acht nehmen
und
Acht geben
.
Ächten
kommt dagegen aus dem sprachlich verwandten althochdeutschen
ahta
, daraus wird mittelhochdeutsch
aehte
„(öffentlich gebotene) Verfolgung“. Die
Acht
war eine bereits in der althochdeutschen Rechtssprache vorkommende Strafe bei schwer wiegenden Verbrechen, die der Todesstrafe gleichkam. Der
Geächtete
wurde rechtlos und vogelfrei und konnte von jedermann getötet werden. Die so genannte
Reichsacht
galt für das ganze Gebiet des Alten Reichs und konnte vom König bzw. Kaiser, dem obersten Gericht oder dazu privilegierten Fürsten verhängt werden. Der Ausdruck
in Acht und Bann
rührt daher, dass die Acht in der Regel mit dem Kirchenbann verbunden war, also dem Ausschluss aus der Gemeinschaft der Kirche.
Frau, Schmerzen
Wissenschaft

Ruhe im Ohr!

Wer unter chronischem Tinnitus leidet, hört Geräusche, die in seinem Gehirn entstehen. Dort setzt die Suche nach einer wirkungsvollen Therapie an. von ANGELIKA FRIEDL Es summt, rauscht, piepst oder klingelt: Störende Geräusche im Ohr, medizinisch Tinnitus genannt, kennt fast jeder. Bei den meisten verschwinden sie nach kurzer...

Optogenetik, Auge, Augenerkrankung
Wissenschaft

Endlich wieder sehen!

Mithilfe der Optogenetik wollen Forscher erblindeten Menschen das Augenlicht zurückgeben. Jetzt melden sie erste Erfolge der neuen Gentherapie. von CHRISTIAN WOLF Erblindete wieder sehen zu lassen, ist ein alter Menschheitstraum. Ein Weg, auf dem Menschen allmählich ihr Augenlicht verlieren, sind erbliche oder altersbedingte...