Wahrig Herkunftswörterbuch

fackeln
Vom Substantiv Fackel abgeleitet ist das schon im 14. Jahrhundert belegte
mhd.
vacklen, das
nhd.
fackeln lautet und ursprünglich „wie das flackernde Licht einer Fackel brennen“, später jedoch „unruhig, unstet sein“ bedeutete. Mitte des 18. Jahrhunderts hatte fackeln schon die letztere, übertragene Bedeutung. Gebraucht wurde das Wort in der negativen Wendung nicht (lange) fackeln „nicht zögern“, die auch bis heute klar vorherrscht. Bei Goethe allerdings findet sich in der vierten Strophe des Gedichts „Die wandelnde Glocke“ von 1813 auch eine positive Verwendung: „Die Glocke, Glocke tönt nicht mehr / die Mutter hat gefackelt“. Gemeint ist hier „gescherzt“. Von fackeln abgeleitet ist das schwäbische Wort Fackeler „unruhiger Mensch“, das auch im Luxemburgischen in der Bedeutung „unbeständiger, unentschlossener Mensch“ existiert.
Mond, Vulkanismus
Wissenschaft

Die heiße Jugend des Mondes

Seine geologische Frühzeit verlief turbulenter als bisher gedacht: Als sich der junge Mond von der Erde entfernte, geriet er in eine Phase heftigen Vulkanismus. Das hat Konsequenzen für die Ermittlung des lunaren Alters. von THORSTEN DAMBECK Bei lange vergangenen Ereignissen kann man sich schon mal irren. Als gegen Mitte des 19....

Graphen
Wissenschaft

Neue Einblicke in supraleitendes Graphen

Graphen ist ein einlagiges Kohlenstoffmaterial, das einige besondere Eigenschaften aufweist – es wird beispielsweise unter bestimmten Bedingungen supraleitend. Wie diese widerstandslose Stromleitung beim Graphen zustande kommt, haben Wissenschaftler nun erstmals aufgedeckt. Die neuen Erkenntnisse könnten die praktische Nutzung...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon