Wahrig Herkunftswörterbuch

fackeln
Vom Substantiv Fackel abgeleitet ist das schon im 14. Jahrhundert belegte
mhd.
vacklen, das
nhd.
fackeln lautet und ursprünglich „wie das flackernde Licht einer Fackel brennen“, später jedoch „unruhig, unstet sein“ bedeutete. Mitte des 18. Jahrhunderts hatte fackeln schon die letztere, übertragene Bedeutung. Gebraucht wurde das Wort in der negativen Wendung nicht (lange) fackeln „nicht zögern“, die auch bis heute klar vorherrscht. Bei Goethe allerdings findet sich in der vierten Strophe des Gedichts „Die wandelnde Glocke“ von 1813 auch eine positive Verwendung: „Die Glocke, Glocke tönt nicht mehr / die Mutter hat gefackelt“. Gemeint ist hier „gescherzt“. Von fackeln abgeleitet ist das schwäbische Wort Fackeler „unruhiger Mensch“, das auch im Luxemburgischen in der Bedeutung „unbeständiger, unentschlossener Mensch“ existiert.
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