Wahrig Herkunftswörterbuch
1. Kiefer
Teil des Gesichts
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mhd.
kiver, kivel, kiuwel, verwandt auch mit altengl.
ceafl in ders. Bed.; außergermanische Verwandtschaften mit avest.
zafar– „Mundraum, Schlund“ und altir.
gop „Schnabel, Schnauze“ weisen auf eine gemeinsame indogermanische Wurzel mit der Bedeutung „Mund“ hin; auch eine Lautgebärde für „schnappen, kauen“ wäre denkbar2. Kiefer
Nadelbaum
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die Herkunft der Bezeichnung ist ungewiss, wahrscheinlich aus
ahd.
kienforaha „Kien–Föhre“; gemeint sind damit die Kienspäne, aus denen bevorzugt Fackeln hergestellt wurden; die Kiefer eignet sich dafür besonders gut, da ihr Holz sehr harzhaltig ist1. Kiel
harter Teil der Vogelfeder
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mhd.
kil, weitere Herkunft unklar; eine Entlehnung aus lat.
caulis „Stängel, Federkiel“ kann nicht sicher nachgewiesen werden, die Verwandtschaft mit engl.
quill „Federkiel“ dagegen wird mit Bestimmtheit angenommen
Wissenschaft
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Wissenschaft
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Wenn Paris in diesem Sommer im olympischen Goldrausch schwelgt, denkt vermutlich niemand mehr an jene Athleten der Vormoderne, die auf dem Spielfeld getötet und den Göttern geopfert wurden. von ROLF HESSBRÜGGE Das Feld, auf dem über Leben und Tod entschieden wurde, misst rund 135 mal 90 Meter. Unterteilt ist es ähnlich wie der...