Wahrig Herkunftswörterbuch
Kuh
die Bezeichnung für das weibliche Rind geht zusammen mit
[Info]altengl.
cu undaltfrz.
ku aufgerm.
*k(w)ou– „Kuh“ zurück; Quelle istidg.
g(w)ou– „Rind“, auf dem auchlat.
bos undgriech.
boũs „Rind“ beruhen; die ursprüngliche Bedeutung des indogermanischen Wortes ist nicht mehr nachzuvollziehen, jedoch wird eine Schallnachahmung vermutet, die sich auf das Brüllen der Rinder beziehtKuh: das geht auf keine Kuhhaut
Tiernamen sind in Redewendungen oft anzutreffen, und die Kuh macht keine Ausnahme. Sie ist der sprachliche Mittelpunkt einer Wendung, deren Herkunft besonders umstritten ist. Nicht selten hört man den Ausruf das geht auf keine Kuhhaut!, der so viel wie „das übersteigt das erträgliche Maß“ bedeutet. Vermutlich liegt hier das von historischen Kunstwerken bekannte Bild des Teufels zugrunde, der die Sünden des Menschen auf einer Kuhhaut niederschreibt. Waren zu viele Sünden zusammengekommen, so passte bzw. ging es buchstäblich auf keine Kuhhaut mehr. Tierhäute nutze man bis ins 16. Jh. als Schriftträger – die Kuhhaut ist vielen heute besser unter dem Namen Pergament bekannt. In einer anderen Erklärung der Wendung ist die Kuhhaut Teil eines Strafrituals: Hinzurichtende transportierte man in einer Kuhhaut zum Richtplatz, Ehebrecherinnen nähte man gar in die Haut ein. In diesem Falle bedeutete die Wendung, dass die Verbrechen eines einzelnen Menschen so gewaltig sind, dass man ihn mehrmals in der Kuhhaut zur Hinrichtung schleifen muss.
Wissenschaft
1001 Wege zum Glück
Freunde treffen oder Sport treiben: Welche Glücksstrategien haben eine solide wissenschaftliche Grundlage? von JAN SCHWENKENBECHER Glücklicher werden – das kann doch nicht so schwer sein, oder? Das Angebot an Maßnahmen zur Glückssteigerung, die online zu finden sind, ist jedenfalls groß: Lächle, mach Sport, sei dankbar, führe ein...
Wissenschaft
Große Körper, wenig Krebs
Bayer 04 Leverkusen war der alles überragende Club der letzten Bundesliga-Saison. Die meisten wissen das. Doch was kaum jemand weiß: Vor bald zwanzig Jahren machte der Werksclub des Pharma-Giganten Bayer auf seiner Homepage Werbung für Haiknorpel-Präparate als Anti-Krebsmittel. Eigentlich hätte dafür damals Zwangsabstieg in die...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Höhere Heilungschancen
Dem Flugstil großer Pterosaurier auf der Spur
Kindern das Leben retten
Gesunde Ernährung ist Gen-Sache
FAQ: Klimamodelle
Neue Wege ohne Widerstand