Lexikon
Abdruckkeramik
neolithische Keramikgattung im Mittelmeerraum, wird von einigen Forschern als Oberbegriff für Erscheinungen im Westmittelmeer, der Adria (Impressokeramik) u. Ostmittelmeer (Mersin) verwendet, denen nur gemeinsam ist, dass u. a. Muster durch Abdrücke von Cardiummuschelrändern (Cardialkeramik) auftreten. Der Begriff A. i. e. S. wird vor allem für die frühesten neolith. Keramikerscheinungen im Westmittelmeergebiet u. in Nordafrika verwendet; hier treten vor allem teppichartige Muster auf rundbogigen Gefäßen auf, die vorwiegend durch Abdruck der Cardiummuschel hergestellt wurden; die Funde stammen zumeist aus Höhlen u. küstennahen Gebieten. Ihr Ursprung wird in Nordafrika gesucht. Nach der C-14-Methode datiert man die A. in Südfrankreich auf 6500–3700 v. Chr.
B. Blance, Die Anfänge der Metallurgie auf der Iberischen Halbinsel. 1971.
Wissenschaft
Sanfter Strom
Mit nichtinvasiven Hirnstimulationen lassen sich Patienten nach einem Schlaganfall Erfolg versprechend behandeln. Auch bei Depressionen kann das Verfahren zum Einsatz kommen. von CHRISTIAN JUNG Ein Schlaganfall verursacht viel Durcheinander im Gehirn. Ausgelöst durch einen schlagartig auftretenden Mangel an Sauerstoff, kommt es...
Wissenschaft
Der Gag der Pauli-Maschine
Der Physiker Wolfgang Pauli (1900–1958) wurde vor allem durch seine Pionierleistungen im Bereich der Quantenmechanik berühmt: Für das von ihm formulierte Pauli-Prinzip erhielt er 1945 den Nobelpreis. Es besagt, dass Elektronen oder andere Fermionen (Teilchen mit halbzahligem Spin) sich in ihren Quantenzahlen unterscheiden müssen...