Lexikon
Agrobactẹrium
[das; griechisch]
Gattung peritrich begeißelter, gramnegativer, stäbchenförmiger Bodenbakterien aus der Familie der Rhizobiaceae. Von gentechnischer Bedeutung ist nur die Art Agrobacterium tumefaciens, die durch die Übertragung eines DNA-Abschnitts nach Befall von zweikeimblättrigen Bedecktsamern Tumoren im unteren Sprossbereich auslöst. Verantwortlich dafür sind in der DNA enthaltene Ti-Plasmide (Tumor induzierende Plasmide). Nach Entfernung der Ti-Plasmide eignet sich das Agrobacterium tumefaciens zur Übertragung von Fremdgenen in andere Pflanzen. Über eine Calluskultur kann man schließlich aus veränderten Pflanzenzellen eine vollständige transgene Pflanze erhalten, die das Fremdgen in jeder einzelnen Zelle trägt. Anwendungsorientiert lassen sich herbizid-, virus- oder schädlingsresistente Nutzpflanzen erzeugen.
Wissenschaft
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In der Frühzeit der Erde verging ein Tag wesentlich schneller als heute, und der Mond kreiste näher um unseren Planeten. Nun ließ sich dies mithilfe von afrikanischen Sedimenten bis in die ferne Vergangenheit nachvollziehen. von THOMAS BÜHRKE Bei drei Apollo- und zwei Lunochod-Missionen wurden auf dem Mond Retroreflektoren...
Wissenschaft
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Die Heilung von Knochen lässt sich beschleunigen, wenn sie elektrisch gereizt werden. Dieser Methode wollen deutsche Forscher jetzt zum Durchbruch verhelfen, etwa für den Einsatz nach einer Tumor- oder Hüftoperation oder bei komplizierten Brüchen. von TIM SCHRÖDER Knochen ist elektrisch!“ Die Nachricht verbreitete sich 1957 unter...