Lexikon
Basisgemeinden
Form einer von Laien getragenen katholischen Gemeindebildung besonders in der Zeit nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Kennzeichen der lateinamerikanischen Basisgemeinde, die infolge des akuten Priestermangels entstanden, sind: überschaubare Laiengruppen von Menschen aus ähnlichen, meist armen Lebensumständen; Selbstorganisation der kirchlichen Gemeinschaft (Lektüre und Deutung der Bibel aus der Perspektive der eigenen Lebenserfahrung und bezogen auf die soziale Situation, Wortgottesdienste, Katechese, Krankenbetreuung); Entwicklung solidarischer Praxis in Form von Nachbarschaftshilfen oder sozialpolitischen Projekten. Die Befreiungstheologie sieht in den Basisgemeinde die Keimzellen eines neuen zukunftweisenden Kirchenmodells. Die Basisgemeinden in Asien und Afrika sind nur z. T. mit expliziter politischer Bewusstseinsbildung verbunden. Für die Entstehung von Basisgemeinden in Europa und Nordamerika, die z. T. bewusst Impulse aus Lateinamerika aufgreifen, ist auch der Protest gegen die Anonymität der Großkirche und ihre hierarchische Verwaltung sowie die Suche nach lebendiger Gemeinschaft von Bedeutung.
Wissenschaft
Energielieferant Meer
Küstennahe Gewässer eignen sich für Wind- oder Solarparks. Zur Nutzung der Wasserkraft als Energiequelle werden derzeit weltweit neue Kraftwerke entwickelt und gebaut. Von RAINER KURLEMANN Das größte Bauprojekt in der Geschichte Dänemarks soll 28 Milliarden Euro kosten. Ein stolzer Preis für 120 000 Quadratmeter Fläche....
Wissenschaft
Atomstrom aus der Batterie
Wir neigen dazu, radioaktives Material in erster Linie als gefährlich zu betrachten, und das aus guten Gründen. Dass es strahlt, bedeutet aber auch, dass es kontinuierlich Energie abgibt. Radioaktive Materialien eignen sich daher hervorragend für Batterien. Wird dabei ein Material mit einer langen Halbwertszeit verwendet, können...