Daten der Weltgeschichte

1997

Deutschland

Die Arbeitslosenquote steigt im Jahresdurchschnitt auf 11,4% und erreicht damit eine neue Rekordmarke (1996: 10,4%). 1997 sind 4,384 Millionen Menschen bei den Arbeitsämtern als arbeitslos registriert. Noch immer klafft die Schere in der Beschäftigungsentwicklung der alten und der neuen Bundesländer weit auseinander: Während sich im Westen die Quote um 0,7 Prozentpunkte auf 9,8% verringerte, erhöhte sie ich im Osten von 2,4 Prozentpunkte auf 18,1%. Als Ursache für die hohe Arbeitslosigkeit machen Unternehmer und Bundesregierung zu hohe Steuern und Lohnnebenkosten verantwortlich, durch die sich die Betriebe in ihrer Innovationsbereitschaft gebremst sähen. Die Bundesregierung plant eine drastische Senkung der Spitzensteuersätze, weitere Lockerungen im Kündigungsschutz und die Flexibilisierung der Arbeitszeit. Die Gewerkschaften verlangen als entscheidende Maßnahme zur Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit dagegen die Verkürzung der Arbeitszeit.

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