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WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH

Eisbein

gekochtes und gepökeltes Schweinebein
das Kompositum ist die norddeutsche Bezeichnung eines Gerichts, das in Süddeutschland eher als Schweinshaxe bekannt ist; mitgekocht wird der Schienbeinknochen des Schweins, der zur Zeit der Gemanen auch als Kufe zum Eislaufen diente; diese Schlittschuhe heißen
schwed.
isläggor,
norw.
islegg „Bein, Knochen“; der Name Eisbein bezeichnet also eigentlich den Knochen, der sich zum Schlittschuhlaufen eignet
[Info]
Eisbein
Was haben Schweineknochen, Schweinsfüße, Knöchle und Eisknochen gemeinsam? Sie sind allesamt in verschiedenen deutschen Regionen gebräuchliche Bezeichnungen für das aus dem Norddeutschen stammende, erst im 19. Jahrhundert literarisch belegte Eisbein, das Schienbein des Schweines. Der zweite Bestandteil darin ist Bein in der ursprünglichen Bedeutung Knochen, die man heute noch im engl. bone und in verschiedene Knochen bezeichnenden Wörtern wie Nasenbein oder Schlüsselbein erkennen kann. Von Eisknochen ist schon in der altnordischen Dichtung Edda die Rede, allerdings sind dies als Schlittschuhe dienende Knochen. Das Eisbein ist also eigentlich der Knochen, den man zum Laufen auf dem Eis verwenden kann nachdem man das ihn umgebende Fleisch gegessen hat.
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