Wahrig Herkunftswörterbuch
Eisbein
gekochtes und gepökeltes Schweinebein
♦
das Kompositum ist die norddeutsche Bezeichnung eines Gerichts, das in Süddeutschland eher als Schweinshaxe bekannt ist; mitgekocht wird der Schienbeinknochen des Schweins, der zur Zeit der Gemanen auch als Kufe zum Eislaufen diente; diese Schlittschuhe heißen
[Info]schwed.
isläggor,norw.
islegg „Bein, Knochen“; der Name Eisbein bezeichnet also eigentlich den Knochen, der sich zum Schlittschuhlaufen eignetEisbein
Was haben Schweineknochen, Schweinsfüße, Knöchle und Eisknochen gemeinsam? Sie sind allesamt in verschiedenen deutschen Regionen gebräuchliche Bezeichnungen für das aus dem Norddeutschen stammende, erst im 19. Jahrhundert literarisch belegte Eisbein, das Schienbein des Schweines. Der zweite Bestandteil darin ist Bein in der ursprünglichen Bedeutung Knochen, die man heute noch im engl. bone und in verschiedene Knochen bezeichnenden Wörtern wie Nasenbein oder Schlüsselbein erkennen kann. Von Eisknochen ist schon in der altnordischen Dichtung Edda die Rede, allerdings sind dies als Schlittschuhe dienende Knochen. Das Eisbein ist also eigentlich der Knochen, den man zum Laufen auf dem Eis verwenden kann – nachdem man das ihn umgebende Fleisch gegessen hat.
Wissenschaft
Goldfischer vom Zürichsee
Mit Proteinen aus Molke lässt sich Gold aufsammeln – etwa um das Edelmetall aus Elektroschrott herauszuholen. Schweizer Wissenschaftler haben die Technik dafür entwickelt. von CHRISTIAN BERNHART Es sieht aus wie ein Knäuel frisch geschorener Schafwolle, was auf Raffaele Mezzengas Arbeitstisch liegt. Tatsächlich besteht der Knäuel...
Wissenschaft
Warum Glühwürmchen ihr Leuchten entwickelten
Wie kleine, leuchtende Punkte schwirren Glühwürmchen in warmen Sommernächten durch die Luft. Diese Biolumineszenz dient ihnen heute vor allem dazu, Paarungspartner auf sich aufmerksam zu machen. Doch warum hat sich das Leuchten ursprünglich entwickelt? Die bislang führende Hypothese ging davon aus, dass das Glühen ursprünglich...