Wahrig Herkunftswörterbuch
klar
das Wort geht über
[Info]mndrl.
claer „klar“ auffrz.
clair „hell, klar“ zurück, einer Entlehnung auslat.
clarus „hell, strahlend“; die Ableitungaufklären
ist eine Bildung des 16. Jh. und wird neben der normalen Verwendung in der Bedeutung „verständlich machen, klarstellen“ auch reflexiv in der Bedeutung „hell werden, aufheitern“, meist in Bezug auf das Wetter, gebraucht; dazu die SubstantivierungAufklärung
als ein Begriff des 18. Jh., der zunächst als philosophischer Terminus im Sinne von „Erklärung, Klarstellung“ galt; im 20. Jh. dann die Bedeutung „Darstellung des Geschlechtslebens“ erlangteklar
Zu den scherzhaften Wendungen gehört die Redensart das ist klar wie Kloßbrühe, die in der heutigen Umgangssprache „ganz klar, offensichtlich“ bedeutet. Kloßbrühe ist bekanntermaßen alles andere als klar, sie ist sogar recht trübe – man sagt also das Gegenteil von dem, was man eigentlich meint. Auch im Vergleich klar wie dicke Tinte und verschiedenen regionalen Wendungen, in denen Mehlsuppe, Sirup oder Zwetschgenbrühe den Platz der Kloßbrühe einnehmen, drückt man sich ironisch aus. Ganz ähnlich verhält es sich heutzutage mit dem Vergleich das passt wie die Faust aufs Auge, der schon zu Martin Luthers Zeiten belegt ist und ursprünglich „das passt nicht zueinander“ bedeutete, heute aber oft ironisch im Sinne „das passt bestens“ verwendet wird. In der im späten 18. Jahrhundert in Norddeutschland auftretenden Zwillingsformel klipp und klar („ganz deutlich“) wird das Wort klar verstärkt; klipp ist auf klippen zurückzuführen, das seinerseits eine Ablautform von klappen ist.
Wissenschaft
Licht im Chip
Laserpulse in Glasfasern bringen das schnelle Internet ins Haus. Künftig sollen auch Schaltkreise in Computern Licht nutzen. Dazu müssen sie völlig anders funktionieren als die Bausteine herkömmlicher Elektronik. von ANDREAS THOSS Der Datendurchsatz im Internet hat sich in den letzten Jahren rasch entwickelt: Nach Angaben des...
Wissenschaft
KI hilft beim Problem der Phasentrennung
Unter bestimmten Bedingungen kann eine Substanz gleichzeitig flüssig und gasförmig sein, doch unter welchen Bedingungen dies der Fall ist und wie hoch der Anteil der verschiedenen Zustände ist, ist schwer präzise vorherzusagen. Jetzt haben Physiker die gängige, aber aufwendige Methode der klassischen Dichtefunktionaltheorie durch...