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War Rossini ein musikalischer Neuerer?

In gewisser Weise ja: Mit konventionellen Mitteln ganz neue musikalische Wirkung zu erzielen, das ist das kompositorische Prinzip dieser Partitur. Deutlich wird dies insbesondere am Aufbau der großen Crescendi, beispielsweise im Finale des 1. Akts. Auch Rossini bedient sich der Reihungstechnik, die aus der Opera buffa des 18. Jahrhunderts bekannt ist, das heißt, er benutzt kleine, einfache Motive und setzt sie zu einer Kette zusammen. Die Crescendowirkung, den Steigerungseffekt, erzielt er freilich nicht durch einfache Kumulation der orchestralen Mittel, sondern durch rhythmische, dynamische und instrumentatorische Veränderungen in diesen Motiven, was der Musik eine geradezu soghafte Dynamik verleiht. In solchen Momenten entsteht ein musikalisches »Delirium«, dem sich der Zuhörer nicht zu entziehen vermag.

Dem konnten sich auch die voreingenommenen Römer nicht verschließen und so verdrängte Rossinis »Barbiere« bald die Paisiello-Version aus der Hitliste der italienischen Opern. Bereits im Jahr 1819 spielte man das Werk in New York.

CO2-Messung im Südpolarmeer
Wissenschaft

Südlicher Ozean nimmt mehr CO2 auf als gedacht

Der Ozean um die Antarktis ist eine wichtige Senke für Kohlendioxid. Neue Messungen zeigen nun, dass er wahrscheinlich sogar noch größere Mengen des Treibhausgases speichert als bisher angenommen. Während frühere Angaben üblicherweise auf indirekten Schätzungen beruhten, haben Forschende nun den CO2-Austausch zwischen Luft und...

Ein Sonnenuntergang aus einem Flugzeug heraus fotografiert.©Adobe Stock/SJ Travel Footage
Wissenschaft

Himmlische Lichtspiele

Polarlicht, Abendrot, Regenbogen und Himmelsblau sind das Ergebnis faszinierender Physik. von Michael Vogel Auf Kinderbildern ist der Himmel blau, die Sonne gelb und der Regenbogen bunt. Meist sind die Farben am Himmel eine Selbstverständlichkeit, der wir uns im Alltag nur noch selten bewusst werden. Und doch sind sie etwas...

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