Lexikon

Blindstrom

in Wechsel- und Drehstromnetzen der Teil des Gesamtstroms, der zum Aufbau der Magnetfelder in Transformatoren, Motoren und Drosselspulen von Leuchtstofflampen (induktiver Blindstrom) oder zum Aufbau von elektrischen Feldern in Kondensatoren (kapazitiver Blindstrom) aufgewendet werden muss. Der Blindstrom belastet zwar die Leitungen, führt aber dem Verbraucher keine Arbeitsleistung (Wirkleistung) zu. Das Produkt aus Blindstrom und Spannung heißt Blindleistung. Wirkleistung und Blindleistung ergeben zusammen die Scheinleistung. Stellt man die Wirkleistung als die eine Kathete eines rechtwinkligen Dreiecks und die Blindleistung als die andere Kathete dar, so bildet die Hypotenuse die Scheinleistung. Das Seitenverhältnis Wirkleistung/Scheinleistung ist der cos φ, der im Idealfall gleich 1 ist, d. h., Blindstrom und Blindleistung sind Null. Je mehr der cos φ unter diesem Wert liegt, desto größer ist der Anteil von Blindstrom am gesamten Strom.
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