Lexikon
Bobath-Konzept
[nach der englischen Physiotherapeutin B. Bobath, * 1907, † 1991, und ihrem Ehemann, dem Neurologen K. Bobath, * 1905, † 1991]
ein ursprünglich an Kindern mit Zerebralparese (frühkindliche Hirnstörung) entwickeltes therapeutisches und pflegerisches Konzept, das mittlerweile erfolgreich zur Rehabilitation von Menschen jeden Alters mit Erkrankungen des Zentralnervensystems, die mit Bewegungsstörungen, Lähmungserscheinungen und Spastik einhergehen (z. B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Multiple Sklerose, apallisches Syndrom), angewandt wird. Grundlage ist die Plastizität des Gehirns, die in gewissem Maße eine Umorganisation durch gezielte Stimulation ermöglicht. Ziel ist es, durch bestimmte Lagerungen, Stellungen und Bewegungen, die durch stete Wiederholung eingeübt werden, Spastik zu hemmen und normale Bewegungen wieder anzubahnen. Vojta-Methode.
Wissenschaft
Fischfang als Wegbereiter für die Maya?
In Mittelamerika lebten schon vor tausenden Jahren Jäger und Sammler. Offenbar waren diese Menschen auch versierte Fischer, wie ein neuer Fund nun nahelegt. In einem artenreichen Feuchtgebiet in Belize haben Anthropologen Überreste eines ausgedehnten Grabensystems entdeckt, das bereits vor rund 4000 Jahren dem Fischfang diente....
Wissenschaft
Superkleber aus Schleim und Muschelproteinen
Eine Barriere aus Schleim schützt unsere Schleimhäute vor schädlichen Einflüssen – sei es im Mund vor eindringenden Bakterien oder im Magen vor der Magensäure. Einen entscheidenden Beitrag dazu leisten sogenannte Muzine, die strukturgebenden Bestandteile des Schleims. Deren positive Eigenschaften haben sich Forschende nun zunutze...