Lexikon
Dunhuang
Tun-huangOasenlandschaft am westlichen Ende des Gansu-Korridors, wo sich die nördliche und südliche Route der Seidenstraße gabeln („Chinas Tor zum Westen“). Seit 366 n. Chr. bis ins 11. Jahrhundert entstanden in einer 1600 m langen Sandsteinwand die Höhlen der Tausend Buddhas mit 2450 erhaltenen Skulpturen und 45 000 m2 Wandgemälden. Als die Seidenstraße an Bedeutung verlor, verließen die Mönche im 15. Jahrhundert die Tempel. 1900 wurden in einer Höhle Wagenladungen von Rollbildern und Manuskripten (in Chinesisch, Sanskrit, Sogdisch, Uigurisch und bisher nicht entzifferten Sprachen) entdeckt und zu einem Teil von dem Erforscher der Seidenstraße, Aurel Stein, nach England geschafft. Die Manuskripte sind von außerordentlicher Wichtigkeit für die Kenntnis der ost- und zentralasiatischen Kulturen im 5.–10.Jahrhundert
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