Lexikon
Entwicklungssoziologie
ein Zweig der Soziologie, der sich vornehmlich mit der Erforschung und Analyse sozialer, wirtschaftlicher und politischer Gegebenheiten in Entwicklungsländern befasst. Dabei werden die Resultate der gesellschaftlichen Entwicklung in den Industrieländern dazu benutzt, Vorhersagen über Angleichungs- oder Abhängigkeitstendenzen (Dependenztheorie) in den betroffenen Gesellschaften zu machen. Im Vordergrund der Entwicklungstheorie stehen Analysen der Wirtschaftsentwicklung, aber auch der politisch-sozialen und kulturellen Strukturen von Entwicklungsländern (z. B. über Stammesgemeinschaften, Interaktions- und Ritualsysteme u. a.). Hier berührt die Entwicklungstheorie sich zum Teil mit der Ethnologie.
Wissenschaft
Wie das Gehirn sich aufs Zuhören fokussiert
Neurowissenschaftler haben herausgefunden, wie das Gehirn von Ratten die Wahrnehmung von Geräuschen steuert. Demnach verstärkt ihr Gehirn relevante Geräusche, wenn die Tiere beschäftigt sind. Dabei reagiert der auditorische Kortex nicht nur auf Geräusche, sondern passt seine Aktivität auch gezielt an die Anforderungen der Aufgabe...
Wissenschaft
Ein künstliches Herz
Neue Techniken, um Blut zu pumpen, verbessern die Überlebenschancen vieler Herzpatienten. von REINHARD BREUER Als der südafrikanische Chirurg Christiaan Barnard am 3. Dezember 1967 erstmals erfolgreich ein menschliches Herz verpflanzte, begann ein neues Zeitalter der Medizin. Doch bis heute erfüllt sich die Hoffnung auf ein neues...