Lexikon

Farbstofftheorie

eine Theorie über Aufbau und Wirkung der Farbstoffe. Farbstoffe sind kompliziert gebaute organische Verbindungen, die nach der Theorie von O. Witt bestimmte Gruppen (Atomgruppierungen) in ihren Strukturformeln aufweisen müssen:
1. Chromophore Gruppen (Farbträger), z. B. die Azogruppe –N=N–, die Nitrogruppe –NO2.
2. Chromogene Gruppen (Farberzeuger), meist aromatische Radikale (Benzolkern, Naphthalinkern u. a.), die durch den Einfluss der Chromophore farbig werden.
3. Auxochrome Gruppen (Farbverstärker), salzbildende Gruppen, z. B. die Hydroxylgruppe –OH oder die Aminogruppe –NH2.
4. Bathochrome Gruppen (Farbvertiefer), Substituenten oder Gruppen, die das Absorptionsgebiet des Farbstoffs in Richtung nach Rot verschieben.
5. Hypsochrome Gruppen (Farberhöher), Substituenten oder Gruppen, die das Absorptionsgebiet des Farbstoffs in Richtung nach Blau verschieben.
Moderne Anschauungen (Orbitaltheorie) lassen die Farbstofftheorie von O. Witt gelten, berücksichtigen jedoch, dass in den Farbstoffen die π-Elektronenwolken der Doppelbindungen nicht auf das Chromophor beschränkt bleiben, sondern durch Resonanz mit dem gesamten Farbstoffmolekül verbunden sind.
Im Eis sind Mammutleichen gut konserviert (Illustration). ©Colossal Biosciences
Wissenschaft

Wiederauferstehung der Tiere

Als Mammut und Beutelwolf ausstarben, hinterließen sie Lücken im Ökosystem. Mit moderner Genchirurgie könnten Forscher Nachbildungen erschaffen.

Der Beitrag Wiederauferstehung der Tiere erschien zuerst auf...

Wissenschaft

Ein Erdbeben änderte einst den Verlauf des Ganges

Gewaltige Erschütterungen prägten einst einen mächtigen Strom Asiens: Vor 2500 Jahren hat ein schweres Erdbeben abrupt den Hauptkanal des Ganges im heutigen Bangladesch verlagert, geht aus einer Studie hervor. Dies war wohl mit weiträumigen Überflutungen in der Deltaregion verbunden. Ein erneutes Ereignis dieser Art würde sich in...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon