Lexikon
Farbstofftheorie
eine Theorie über Aufbau und Wirkung der Farbstoffe. Farbstoffe sind kompliziert gebaute organische Verbindungen, die nach der Theorie von O. Witt bestimmte Gruppen (Atomgruppierungen) in ihren Strukturformeln aufweisen müssen:
1. Chromophore Gruppen (Farbträger), z. B. die Azogruppe –N=N–, die Nitrogruppe –NO2.
2. Chromogene Gruppen (Farberzeuger), meist aromatische Radikale (Benzolkern, Naphthalinkern u. a.), die durch den Einfluss der Chromophore farbig werden.
3. Auxochrome Gruppen (Farbverstärker), salzbildende Gruppen, z. B. die Hydroxylgruppe –OH oder die Aminogruppe –NH2.
4. Bathochrome Gruppen (Farbvertiefer), Substituenten oder Gruppen, die das Absorptionsgebiet des Farbstoffs in Richtung nach Rot verschieben.
5. Hypsochrome Gruppen (Farberhöher), Substituenten oder Gruppen, die das Absorptionsgebiet des Farbstoffs in Richtung nach Blau verschieben.
Moderne Anschauungen (Orbitaltheorie) lassen die Farbstofftheorie von O. Witt gelten, berücksichtigen jedoch, dass in den Farbstoffen die π-Elektronenwolken der Doppelbindungen nicht auf das Chromophor beschränkt bleiben, sondern durch Resonanz mit dem gesamten Farbstoffmolekül verbunden sind.
Wissenschaft
Schon Sechsjährige haben Geschlechter-Vorurteile
Sind Mädchen oder Jungen kompetenter? Diese Frage stellen sich Kinder oft schon, bevor sie in die Schule kommen. Doch sie beantworten dies für sich oft mit ungerechtfertigten Vorurteilen, wie eine neue Studie zeigt. Schon ab dem Alter von sechs Jahren denken Kinder demnach, dass Jungen in den MINT-Fächern Informatik sowie Technik...
Wissenschaft
Vom Laserblitz zum Teilchenstrahl
Teilchenbeschleuniger liefern brillante Röntgenstrahlung, etwa für die Forschung an Akkus oder Viren. Doch die Anlagen sind groß und teuer. Neue, kleinere und sparsamere Quellen nutzen Laserlicht und könnten neben Röntgen- und Elektronenstrahlen bald auch Protonen und Neutronen auf Knopfdruck liefern. von ANDREA THOSS Seit...