Lexikon
Feldelektronenmikroskop
von E. W. Müller 1950 entwickeltes Elektronenmikroskop. Es besteht aus einer hochevakuierten Röhre, einer als feine Wolframspitze ausgebildeten Kathode und einer als Leuchtschirm ausgebildeten Anode. Eine Spannung von mehreren tausend Volt ruft an der Spitze eine sehr große Feldstärke hervor. Hierdurch werden aus der Spitze Elektronen herausgelöst, die auf den Leuchtschirm der Röhre fliegen und dort die Spitze bzw. die auf diese aufgebrachten Stoffe abbilden. Bisher wurde 106 fache Vergrößerung erreicht. Eine Weiterentwicklung (E. W. Müller, 1951) ist das Feldionenmikroskop, das noch Abstände von 0,2–0,4 nm erkennen lässt; Rastertunnelmikroskop.
Wissenschaft
Eine Fliege für die Forschung
Die Taufliege Drosophila melanogaster ist ein winziges Tier – mit großem Potenzial für die Wissenschaft. Genetiker, Krebsforscher und Neurowissenschaftler untersuchen seit rund 120 Jahren an ihr, wie das Gehirn Verhalten steuert. Und sie hat noch nicht ausgedient. von TIM SCHRÖDER Wer Obst im Sommer offen herumstehen lässt, merkt...
Wissenschaft
Flüssigkeiten gefrieren später als gedacht
Physiker haben in einem aufwendigen Versuchsaufbau erstmals experimentell untersucht, wann sich in unterkühlten Flüssigkeiten die ersten Kristallisationskeime bilden – der Beginn des Gefrierprozesses. Die ersten Kristalle entstehen demnach deutlich später als bislang vermutet; damit beginnt auch das Gefrieren später und ist...