Lexikon

Gasbrand

Gasödem; Gasphlegmone; Gasgangrän; malignes Ödem
schwere (lebensgefährliche) infektiöse Wunderkrankung; Erreger sind verschiedene Clostridium-Arten, das sind unter Luftabschluss lebende (anaerobe) Gasbrandbazillen, die vor allem im Boden vorkommen. Infektionsgefährdet sind besonders ausgedehnte, tief greifende und verschmutzte Wunden mit Taschen und Buchten (Unfälle, Kriegsverletzungen). Es kommt zu rasch fortschreitendem, „zunderartigem“ Zerfall der Muskulatur; die Wundumgebung schwillt infolge der Gasbildung schnell und stark an (fühlbares Knistern). Die Behandlung muss möglichst frühzeitig erfolgen und besteht in chirurgischer Öffnung der Wunde, um den Bazillen die nötige Luftabgeschlossenheit zu entziehen, Sauerstoffüberdruckbehandlung, Gabe von Antibiotika und Gasbrandserum sowie einer Schockbehandlung.
ChatGPT, KI, Künstliche Intelligenz
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