Gesundheit A-Z
Gasbrand
akute Erkrankung mit Gewebsuntergang der Muskulatur vor allem in Armen und Beinen infolge der Infektion einer tiefen, zerrissenen und verschmutzen Wunde mit Gasbranderregern (Clostridium perfringens). Die Infektion führt zu plötzlicher Wundschmerzverstärkung und einer Schwarzfärbung des Gewebes mit süßlichem Geruch; beim Betasten des betroffenen Gewebes hört man ein typisches Knistern infolge der Gasentwicklung. Die Patienten verfallen rasch, entwickeln eine schwere allgemeine Kreislaufschwäche und sterben unbehandelt infolge toxischen Herzkreislaufversagens. Die Therapie besteht in der chirurgischen Eröffnung zur Herstellung sauerstoffreicher Wundverhältnisse, Ausräumung und Desinfektion des betroffenen Areals, hochdosierter Antibiotikatherapie und Sauerstoffüberdruckbehandlung; diese Maßnahmen haben die Prognose der Erkrankung, an der früher ca. 50% verstarben, deutlich gebessert.
Wissenschaft
Eine Leber aus Licht
Dreidimensionale virtuelle Darstellungen von inneren Organen helfen Chirurgen dabei, schwierige Operationen präzise zu planen und sicher zu bewerkstelligen. von TIM SCHRÖDER „Austherapiert“ hieß es für Antonia D. vor vier Jahren. Der Darmkrebs hatte gestreut und in ihrer Leber Metastasen gebildet – an Stellen, die kaum zu...
Wissenschaft
Gehirn aus der Petrischale
In der Hirnforschung gibt es ein molekulares Werkzeug, mit dem Forschende zumindest Teile der Entwicklung des Gehirns verfolgen können. Sie überwinden immer mehr Schwächen dieser Organoide. von RAINER KURLEMANN Das Gehirn eines Embryos ist ein empfindliches Organ. Die Wissenschaft kann es nicht untersuchen, weil die Forschung dem...