Gesundheit A-Z
Gasbrand
akute Erkrankung mit Gewebsuntergang der Muskulatur vor allem in Armen und Beinen infolge der Infektion einer tiefen, zerrissenen und verschmutzen Wunde mit Gasbranderregern (Clostridium perfringens). Die Infektion führt zu plötzlicher Wundschmerzverstärkung und einer Schwarzfärbung des Gewebes mit süßlichem Geruch; beim Betasten des betroffenen Gewebes hört man ein typisches Knistern infolge der Gasentwicklung. Die Patienten verfallen rasch, entwickeln eine schwere allgemeine Kreislaufschwäche und sterben unbehandelt infolge toxischen Herzkreislaufversagens. Die Therapie besteht in der chirurgischen Eröffnung zur Herstellung sauerstoffreicher Wundverhältnisse, Ausräumung und Desinfektion des betroffenen Areals, hochdosierter Antibiotikatherapie und Sauerstoffüberdruckbehandlung; diese Maßnahmen haben die Prognose der Erkrankung, an der früher ca. 50% verstarben, deutlich gebessert.
Wissenschaft
Klimawandel im Rückspiegel
Ein Blick in die Vergangenheit könnte helfen, die aktuelle Klimakrise zu meistern. Wie sind frühere Kulturen mit Klimasprüngen umgegangen? Archäologen und Paläo-Klimatologen können dazu wichtige Erkenntnisse beisteuern. von ROLF HEßBRÜGGE Das Thema des internationalen Spitzentreffens im September 2021 verblüfft auf den ersten...
Wissenschaft
Der natürliche Treibhauseffekt erklärt
Wie der Treibhauseffekt wirklich funktioniert – und warum einfache Erklärungen diesem weltverändernden Phänomen nicht gerecht werden. Von SABINE HOSSENFELDER Wie funktioniert der Treibhauseffekt? Eigentlich scheint es, als ließe sich diese Frage sehr schnell beantworten: In der Atmosphäre befinden sich Treibhausgase wie...