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LEXIKON

Gesprächstherapie

Gesprächspsychotherapie; klientenzentrierte Psychotherapie
Abkürzung GT, ein von C. R. Rogers entwickeltes psychotherapeutisches Verfahren; gründet sich auf Rogers Persönlichkeitstheorie, in der das Selbst als eine die Erfahrungen des Menschen strukturierende und integrierende Einheit sowie Aktualisierungstendenz und Inkongruenz die zentralen Konzepte sind; die Aktualisierungstendenz stellt eine Art inneren Antriebs dar, die den Menschen in Richtung Wachstum, Reife und Lebensbereicherung bewegt; Inkongruenz bezeichnet die Diskrepanz zwischen dem Erleben der Person und ihrem eigenen Selbstkonzept. Ziel der Gesprächstherapie ist es, beim Klienten die Aktualisierungstendenz zu fördern und die bestehenden Inkongruenzen zu verringern und abzubauen. Die Gesprächstherapie betont die Bedeutung des Therapeutenverhaltens als Katalysator dieses Prozesses, das durch Akzeptanz, Echtheit und Empathie gegenüber dem Klienten gekennzeichnet ist. Mit Blick auf das ihr zugrunde liegende Menschenbild wird die Gesprächstherapie zu den humanistischen Therapien gezählt.
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