Lexikon

Goldautomatismus

selbständiger Ausgleichsmechanismus für die Zahlungsbilanz beim Handelsverkehr zwischen Ländern mit Goldwährung. Bei Goldwährung sind die Wechselkurse innerhalb der beiden Goldpunkte stabil. Steigt in Land A die Nachfrage nach der Währung des Landes B stärker als das Angebot, d. h., ist in A der Import aus B größer als der Export nach B, so steigt zunächst der Wechselkurs der Währung von B bis zum oberen Goldpunkt. Dann wird es für den Importeur in A billiger, bei der Notenbank in A eigene Währung (statt gegen Devisen) in Gold einzutauschen und den Import mit Gold zu bezahlen. Dadurch fließt in A Gold ab, und die Geldmenge in A muss verringert werden, weil die vorgeschriebene Golddeckung der Währung in A sonst nicht mehr gewährleistet wäre.
Voraussetzungen für das Funktionieren des Goldautomatismus: 1. das spielregelgerechte Verhalten der Notenbanken, d. h. keine autonome Notenbankpolitik; 2. elastische Preise und Löhne, d. h., bei Geldvermehrung müssen die Preise und Löhne steigen, bei Geldverminderung müssen sie aber auch fallen; 3. internationaler Freihandel ohne Kontingentierung und Prohibitivzölle (nur Finanzzölle sind erlaubt); 4. Weltfrieden und internationales Vertrauen. Da diese Voraussetzungen zum überwiegenden Teil in der Wirklichkeit nicht gegeben sind, entbehrt die Forderung nach Wiederherstellung des Goldautomatismus heute der realistischen Grundlage.
Fischer André Grählert beim Heringsfang. Von den großen Schwärmen früherer Zeiten ist wenig übrig geblieben.
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Zu Besuch bei Fischer André Grählert am Darßer Bodden. Fischer und Meeresforscher arbeiten zusammen, um die Veränderungen der Fischbestände in der Ostsee zu verstehen. Von CHRISTIAN JUNG André Grählert ist Ostseefischer in fünfter Generation. Er ist es mit Leib und Seele, auch wenn das von ihm verlangt, bei Wind und Wetter...

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