Lexikon

Kinski

Nastassja, deutsche Filmschauspielerin, * 24. 1. 1961 Berlin; Tochter von Klaus Kinski; Hauptrollen u. a. in „Tess“ 1979; „Paris, Texas“ 1984; „Nachtsonne“ 1990; „Tödliche Geschwindigkeit“ 1994; „Stadt, Land, Kuss“ 2001.
Kinski, Nastassja
Nastassja Kinski
  • Deutscher Titel: Tess
  • Original-Titel: TESS
  • Land: Frankreich
  • Jahr: 1979
  • Regie: Roman Polanski
  • Drehbuch: Gérard Brach, Roman Polanski, John Brownjohn, nach einem Roman von Thomas Hardy
  • Kamera: Geoffrey Unsworth, Ghislain Cloquet
  • Schauspieler: Nastassja Kinski, Peter Firth, Leigh Lawson, John Collin
  • Auszeichnungen: Oscars 1980 für Kamera, Kostüme, Ausstattung; Golden Globe 1981 für ausländischen Film
Polanski, der sich im Vorjahr einer Verurteilung wegen Verführung einer Minderjährigen in den USA durch Flucht nach Europa entzog, muss nun ohne Budgetierung aus Hollywood auskommen. Dennoch dreht er mit fast 50 Mio. Franc den teuersten Film, der bislang ohne US-amerikanische Beteiligung in Europa produziert worden ist.
Sein ausschweifendes Melodram nach einem Roman von Thomas Hardy spielt im Viktorianischen England und erzählt vom Dorfmädchen Tess, das von dem reichen Alec vergewaltigt und geschwängert wird. Nach dem Tod ihres Kindes heiratet Tess den Pfarrerssohn Angel, der sie verlässt, als sie ihm ihre Vergangenheit beichtet. Jahre später kommt er zu ihr zurück; daraufhin tötet Tess Alec, dem sie sich in ihrer Not erneut dargeboten hat.
Polanski inszeniert den Film als romantischen Bilderbogen, der die Befreiungsversuche zurückhaltend schildert. Kameramann Geoffrey Unsworth (»Cabaret«, 1972) starb während der Dreharbeiten, so dass Ghislain Cloquet seine Arbeit beenden musste.
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