Lexikon

Cardinle

Claudia, italienische Filmschauspielerin, * 15. 4. 1938 Tunis; spielte u. a. in „Rocco und seine Brüder“ 1960; „Cartouche, der Bandit“ 1962; „Der Leopard“ 1963; „Spiel mir das Lied vom Tod“ 1968; „Fitzcarraldo“ 1982.
  • Deutscher Titel: Spiel mir das Lied vom Tod
  • Original-Titel: C„ERA UNA VOLTA IL WEST
  • Land: Italien
  • Jahr: 1968
  • Regie: Sergio Leone
  • Drehbuch: Sergio Donati, Sergio Leone
  • Kamera: Tonino Delli Colli
  • Schauspieler: Henry Fonda, Charles Bronson, Claudia Cardinale, Jason Robards
Sergio Leone inszeniert mit »Spiel mir das Lied vom Tod« sein Meisterwerk. In zahlreichen Ländern Europas wird der Film als »König der Western« gefeiert und avanciert schon bald zum Dauerbrenner und Kultfilm; in den USA verzeichnet der Italo-Westernklassiker nur mäßigen Erfolg.
Die schöne Jill (Claudia Cardinale), eine ehemalige Prostituierte, will nach der Heirat mit einem verwitweten Farmer ein neues Leben beginnen. Doch als sie auf der Farm ankommt, ist ihre neue Familie ermordet worden. Verantwortlich dafür ist ein Eisenbahnbauer, der im gnadenlosen Kampf um Grundbesitz für die Trasse den Killer Frank (Henry Fonda) und seine Bande auf den Farmer angesetzt hat.
Doch Jill kämpft weiter um das Land: Freunde findet sie in dem Gauner Cheyenne (Jason Robards) und in einem Fremden (Charles Bronson) dessen Motive zunächst rätselhaft sind. Schließlich sind die Feinde besiegt, nur Frank und der Fremde stehen sich gegenüber. Was die Zuschauer längst ahnen, wird zur Gewissheit: Frank hat, als sein Gegner ein kleiner Junge war, dessen Vater sadistisch ermordet und soll nun dafür büßen.
Wie schon in »Für eine Hand voll Dollar« (1964) gibt es bei Leone keine vorbildlichen Helden; die Hauptfiguren tragen abgerissene Kleider, kennen außer Rache und selbst gewählter Loyalität keine Moral auch Hollywood-Idol Henry Fonda legt als Killer sein aufrichtiges Rollenbild ab.
Neben den Darstellern und brillanten Bildern trägt die Musik Ennio Morricones zum Erfolg bei. Nachdem seine Kompositionen, die sich wie ein roter Faden durch den Film ziehen, auf Tonträgern erscheinen, nehmen viele Kinos den Film erneut ins Programm ein einzigartiger Siegeszug beginnt.
  • Deutscher Titel: Fitzcarraldo
  • Original-Titel: FITZCARRALDO
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1981
  • Regie: Werner Herzog
  • Drehbuch: Werner Herzog
  • Kamera: Thomas Mauch
  • Schauspieler: Klaus Kinski, Claudia Cardinale, José Lewgoy, Miguel Angel Fuentes
Der Ire Brian Sweeney Fitzgerald (Klaus Kinski), genannt Fitzcarraldo, ist von der Idee besessen, im peruanischen Iquitos um 1900 ein Opernhaus zu errichten. Die Erschließung eines Kautschukfeldes soll ihm die notwendigen Mittel für seinen Traum verschaffen. Mit dem Flussdampfer »Molly Adria« beginnt er seine Amazonas-Expedition. Um Stromschnellen und unpassierbare Stellen überwinden zu können, muss sein Schiff sogar mit der Hilfe Hunderter von Indianern über einen Berg transportiert werden.
Mit Werner Herzog als Regisseur und Klaus Kinsky als Hauptdarsteller ist der Film von zwei exzentrischen Persönlichkeiten geprägt. Das umstrittene Werk erzählt mit spektakulären Mitteln die Geschichte eines Träumers, der versucht, Unmögliches zu realisieren. Einen besonderen Reiz auf den Zuschauer vermag die gewaltige Naturkulisse der südamerikanischen Regenwälder auszuüben.
Stempel mit umgedrehtem Text und blauer Markierung, daneben Holzstempel mit erhabener Schrift.
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