Lexikon
Kinski
Klaus, eigentlich Nikolaus Nakszynski, deutscher Schauspieler, * 18. 10. 1926 Zoppot, † 23. 11. 1991 Labunita, Calif.; Vater von Nastassja Kinski; verkörperte in deutschen und internationalen Filmen häufig psychopathisch veranlagte Charaktere und Schurken; entwickelte sich in der Zusammenarbeit mit W. Herzog zu einem der profiliertesten deutschen Schauspieler; Filme: „Die toten Augen von London“ 1961; „Für ein paar Dollar mehr“ 1965; „Aguirre, der Zorn Gottes“ 1972; „Nosferatu – Phantom der Nacht“ 1978; „Woyzeck“ 1978; „Fitzcarraldo“ 1982; „Cobra Verde“ 1987.
- Deutscher Titel: Nosferatu – Phantom der Nacht
- Original-Titel: NOSFERATU – PHANTOM DER NACHT
- Land: Deutschland
- Jahr: 1978
- Regie: Werner Herzog
- Drehbuch: Werner Herzog, nach einem Roman von Bram Stoker
- Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
- Schauspieler: Klaus Kinski, Isabelle Adjani, Bruno Ganz, Jacques Dufilho
Nach dem Murnau-Meisterwerk »Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens« von 1922 dreht Herzog eine eigene Version der klassischen Vampirgeschichte mit traumverlorenen Landschaftsbildern und statischen, gemäldehaften Szenen. Nosferatu erscheint nicht nur als Inkarnation des Grauens, sondern auch als bedauernswertes Geschöpf, das unter seiner Einsamkeit leidet. Nach seinem Untergang lebt das Böse allerdings weiter: So trägt Herzog den Verunsicherungen und Ängsten der Zeit Rechnung.
- Deutscher Titel: Fitzcarraldo
- Original-Titel: FITZCARRALDO
- Land: Deutschland
- Jahr: 1981
- Regie: Werner Herzog
- Drehbuch: Werner Herzog
- Kamera: Thomas Mauch
- Schauspieler: Klaus Kinski, Claudia Cardinale, José Lewgoy, Miguel Angel Fuentes
Der Ire Brian Sweeney Fitzgerald (Klaus Kinski), genannt Fitzcarraldo, ist von der Idee besessen, im peruanischen Iquitos um 1900 ein Opernhaus zu errichten. Die Erschließung eines Kautschukfeldes soll ihm die notwendigen Mittel für seinen Traum verschaffen. Mit dem Flussdampfer »Molly Adria« beginnt er seine Amazonas-Expedition. Um Stromschnellen und unpassierbare Stellen überwinden zu können, muss sein Schiff sogar mit der Hilfe Hunderter von Indianern über einen Berg transportiert werden.
Mit Werner Herzog als Regisseur und Klaus Kinsky als Hauptdarsteller ist der Film von zwei exzentrischen Persönlichkeiten geprägt. Das umstrittene Werk erzählt mit spektakulären Mitteln die Geschichte eines Träumers, der versucht, Unmögliches zu realisieren. Einen besonderen Reiz auf den Zuschauer vermag die gewaltige Naturkulisse der südamerikanischen Regenwälder auszuüben.
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