Lexikon

Phllips-Kurve

von dem britischen Ökonometriker A. W. Phillips für den Zeitraum 18611957 festgestellte und in einer hyperbolischen Kurve abgebildete Beziehung zwischen Arbeitslosenquote und Lohnsatzänderung: je größer die Arbeitslosenquote, desto kleiner die Lohnerhöhung. Von einem Zusammenhang zwischen Lohnsatzänderung und Inflationsrate ausgehend, konstruierten P. A. Samuelson und R. M. Solow eine modifizierte Phillips-Kurve, die die Beziehung zwischen Arbeitslosenquote und Inflationsrate darstellt. Diese ähnlich geformte Kurve zeigt für den Zielkonflikt zwischen Vollbeschäftigung und Preisstabilität (magisches Dreieck), mit welchem Verzicht auf das eine Ziel eine bestimmte Annäherung an das andere verknüpft ist. Doch da sich statistisch nicht klären lässt, welche Variable unabhängig ist und welche abhängig, ist ihre Brauchbarkeit als wirtschaftspolitische Entscheidungshilfe begrenzt; zudem gestehen ihr die von der Existenz einer langfristig stabilen „natürlichen“ Arbeitslosenquote überzeugten Vertreter des Monetarismus nur kurzfristige Geltung zu.
KI und Vorurteile
Wissenschaft

KI: Dialekte wecken versteckte Vorurteile

Allein die Art, wie eine Person spricht, kann uns zu Annahmen über ihre Intelligenz verleiten. Einen ähnlichen Effekt gibt es offenbar auch bei großen KI-Sprachmodellen: Diese stufen Menschen mit afroamerikanischem Dialekt signifikant negativer ein als Personen, die das übliche amerikanische Englisch sprechen. Wie eine Studie...

Archaeopteryx
Wissenschaft

Die Eroberung des Himmels

Wie Insekten, Vögel und Fledermäuse das Fliegen lernten – und welche Vorteile sie aus dem Vorstoß in neue Gefilde zogen. Von RALF STORK Im Laufe der Zeit hat die Evolution ein paar fundamentale Grenzen verschoben. Als erste, unübertroffen, die Entstehung des Lebens selbst: Erst gab es nichts außer ein paar Aminosäuren und...

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