Wissensbibliothek
Welche Entwicklung durchläuft Parzival?
Analog zur Heilsgeschichte vollzieht sich Parzivals Wandlung vom »tumben toren« zum Gralskönig, vom naiven Paradieszustand des Nicht-Wissens über den Sündenfall zur Erlösung. Durch naive Befolgung der Ratschläge, die man ihm gegeben hat, wird er mehrfach schuldig: an seiner Mutter Herzeloyde, die aus Schmerz über seinen Weggang stirbt, an der schlafenden Jeschute, der er Kuss und Brosche raubt, und an seinem Verwandten Ither, den er erschlägt, ohne zu wissen, wen er vor sich hat.
Bei seinem Onkel Gurnemanz durchläuft er die formale Ritterschule, wobei er dessen Ermahnung »ir sult niht vil gefragen« falsch interpretiert: Nachdem er Condwiramurs als Gattin gewonnen und wieder verlassen hat, vermeidet er auf der Burg Munsalvaesche die durch die christliche caritas gebotene Frage nach der tödlichen Wunde seines Onkels, des Gralskönigs Anfortas.
Hoch hinaus
Wie eine Mutation Streifengans und Sperbergeier zu ungeahnten Höhenflügen verhilft. Von RALF STORK Es gibt Lebensräume, die sind weniger anspruchsvoll als die Hochebenen Zentralasiens. Nachts und im Winter wird es dort empfindlich kalt. Und wer jemals in Höhen von 4.000 Metern unterwegs war, weiß: Die Luft ist dort so dünn, dass...
„Kryptischer“ Klimatreiber der Erdgeschichte
Warum erholte sich das Erdklima nach starkem Vulkanismus in der Erdgeschichte oft so langsam? Aus einer Studie geht nun hervor, dass noch lange, nachdem die großen Eruptionen vorüber waren, große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid aus dem Untergrund der Megavulkane in die Atmosphäre strömten. Die Ergebnisse tragen damit zum...