Lexikon

Solidaritạ̈tsphilosophie

[lateinisch + griechisch]
um 1900 in der französischen Nationalökonomie und Soziologie aufgekommene Richtung, die zwischen Individualismus und Sozialismus (Kollektivismus) vermittelte. Sie wurde von H. Marion, R. Michels, L. Bourgeois („La Solidarité“ 1897), C. Gide, C. Bouglé u. a. vertreten und in den Moralunterricht aufgenommen. Sie bestimmte die französische Sozialgesetzgebung und hob die Pflichten des Einzelnen gegen die Gesellschaft wie die der Gesellschaft gegenüber dem (sozial benachteiligten) Einzelnen hervor. Die Solidaritätsphilosophie wurde in Deutschland von H. Pesch zu einer christlichen Nationalökonomie (Solidarismus) ausgebaut.
Neandertaler-Zähne
Wissenschaft

Neandertaler-Linie war 50.000 Jahre isoliert

In der Endzeit der Neandertaler gab es in Europa offenbar mindestens zwei genetisch voneinander getrennte Linien. Das legen DNA- und Isotopen-Analysen eines Neandertalers nahe, der 2015 in der Grotte Mandrin in Frankreich entdeckt wurde. Das Individuum, dem die Forschenden den Spitznamen „Thorin“ gaben, lebte demnach vor etwa 42....

Stempel mit umgedrehtem Text neben gestempeltem Wort
Wissenschaft

Wurm im Ohr

Wo Ohrwürmer herkommen und wie man sie wieder loswird, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Kennen Sie das: Im Radio hören Sie eine bekannte Melodie, vielleicht nur wenige Sekunden eines längeren Musikstücks, und schon hat sich die Tonfolge in Ihrem Kopf festgesetzt? Um Sie in der Folge nicht mehr loszulassen. Mal ist es der Refrain...

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