Lexikon
Solidaritạ̈tsphilosophie
[lateinisch + griechisch]
um 1900 in der französischen Nationalökonomie und Soziologie aufgekommene Richtung, die zwischen Individualismus und Sozialismus (Kollektivismus) vermittelte. Sie wurde von H. Marion, R. Michels, L. Bourgeois („La Solidarité“ 1897), C. Gide, C. Bouglé u. a. vertreten und in den Moralunterricht aufgenommen. Sie bestimmte die französische Sozialgesetzgebung und hob die Pflichten des Einzelnen gegen die Gesellschaft wie die der Gesellschaft gegenüber dem (sozial benachteiligten) Einzelnen hervor. Die Solidaritätsphilosophie wurde in Deutschland von H. Pesch zu einer christlichen Nationalökonomie (Solidarismus) ausgebaut.
Wissenschaft
Cum hoc ergo propter hoc
Warum wir manchmal auch dort Zusammenhänge sehen, wo gar keine sind, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Der kompliziert klingende lateinische Merksatz „Cum hoc ergo propter hoc“ – wörtlich übersetzt: „Mit diesem, folglich deswegen“ – bezeichnet ein weit verbreitetes Phänomen, das in allen möglichen Bereichen des täglichen Lebens,...
Wissenschaft
Dauerläufer Mensch
Warum Menschen viel ausdauernder sind als andere Säugetiere und wie es dazu kam, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Geht es um das maximale Fortbewegungstempo, sind Menschen größeren Säugetieren hoffnungslos unterlegen. Pferde schaffen 70 und Geparden sogar 110 Kilometer pro Stunde. Geradezu kümmerlich sind da die maximal 44 des...