Lexikon
Soziạlverteidigung
frz. défense sociale, eine kriminalpolitische Richtung, die der Kriminalpolitik den kriminalrechtlich verankerten Gesellschaftsschutz als Ziel zuweist. Die international verbreitete Bewegung der S. beruft sich auf C. Beccaria als Vorläufer, sie wendet sich gegen das Vergeltungs- u. das Schuldprinzip im Strafrecht, stellt statt dessen auf die soziale Gefährlichkeit des Täters ab u. erstrebt die Ersetzung des Strafrechts durch ein System von Maßregeln der Besserung u. Sicherung. Von dieser alten Richtung, die in der BR Dtschld. F. Bauer vertrat, zu unterscheiden ist die von M. Ancel vertretene „Neue S.“ (défense sociale nouvelle), die neben der Spezialprävention durch Behandlung u. Absonderung des Täters die Gedanken der Humanisierung, der Achtung vor den Menschenrechten des Täters u. der Erforschung der Täterpersönlichkeit durch die Humanwissenschaft stärker betont.
Wissenschaft
Rauchfrei durchs Leben
Je früher man mit dem Rauchen beginnt, desto größer der Schaden für Körper und Gehirn. Damit Kinder und Jugendliche gar nicht erst anfangen, braucht es Initiativen an Schulen – und Gesetzesänderungen. von CLAUDIA CHRISTINE WOLF Komm schon, ein Zug schadet nicht“, versucht Lisa ihre Freundin Vanessa vom Rauchen zu überzeugen. „Was...
Wissenschaft
Wenn das Wetter das Netz beutelt
Je mehr elektrische Energie aus regenerativen Quellen wie Sonne und Wind erzeugt wird, desto anfälliger wird die Stromversorgung für kurzfristige Wettererscheinungen. Daher arbeiten die Forscher an immer präziseren und möglichst kleinräumigen Prognosen. von TIM SCHRÖDER Normalerweise lässt der Leuchtturm „Alte Weser“ weiße, rote...