Lexikon

Trichinellọse

[griechisch]
Trichinose
durch Trichinen verursachte Erkrankung des Menschen und einiger Tiere. Die mit trichinenhaltigem Muskelfleisch aufgenommenen Fadenwurmlarven verursachen beim Menschen während der Entwicklungsphase im Darm fieberhafte Brech-Durchfälle. Beim Eindringen der Larven in die Muskulatur und bei der Enzystierung treten Muskelschmerzen, Steifheit, Kreislaufstörungen sowie Lid- und Gesichtsödeme auf. Bei starkem Befall des Herzmuskels, des Zwerchfells oder der Zwischenrippenmuskulatur kommt es zu tödlichen Verläufen.
Der Nachweis der Trichinellose ist möglich durch Gewebsentnahme oder immunologische Methoden, nach der Schlachtung (bei der Fleischbeschau) durch mikroskopische Untersuchung der Zwerchfellmuskulatur. Als Infektionsquelle für den Menschen gilt vor allem infektiöses Schweinefleisch, das nicht genügend hoch erhitzt wurde. Erst bei 70 °C sterben die Trichinen ab. Die Trichinellose konnte in Ländern mit gesetzlicher Trichinenschau vollständig eliminiert werden.
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