Lexikon

Trichne

[
die; griechisch
]
Trichinella spiralis
Trichine
Trichine
eingekapselte Muskeltrichinen
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Trichinen (Trichinella spiralis)
Von Trichinen befallender Muskel
Diese Mikroaufnahme zeigt einen Schnitt durch einen von Trichinen befallenen menschlichen Muskel. Deutlich zu erkennen sind die quer gestreiften Muskelfasern und die Längsschnitte durch drei Kapseln, die Nematodenlarven enthalten.
parasitärer Fadenwurm (Männchen rund 2, Weibchen rund 3,5 mm groß), den Schwein, Bär, Dachs, Ratte, Hund, Katze, Fuchs, Marder u. a. Tiere in eingekapseltem Zustand (Kalkkapsel) in ihrer Muskulatur beherbergen. Bei Genuss ihres Fleischs gelangen die sog. Kalktrichinen in Magen und Darm des Menschen oder eines anderen Wirts, werden dort von ihrer Kapsel befreit und entwickeln sich zu geschlechtsreifen Darmtrichinen. Nach Begattung geht das Männchen zugrunde, während das Weibchen sein Hinterende durch die Darmwand bohrt und rund 1000 oder mehr lebend geborene Junge in den Blut- und Lymphkreislauf absetzt. Diese gelangen schließlich in die Muskeln (Muskeltrichine). Hier werden sie vom Wirt in einer Bindegewerbskapsel eingeschlossen, die nach und nach verkalkt, wobei die Trichine jedoch jahrelang lebensfähig bleiben, so dass durch den Genuss von infiziertem Fleisch der nächste Wirt befallen wird. Alles vom Menschen zu genießende Fleisch muss vom Fleischbeschauer auf Trichinen untersucht werden (Trichinenschau); Erhitzen auf 70° C tötet die Trichinen ab.
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