Wissensbibliothek
Wie war die Entwicklung außerhalb Europas?
In unseren Breiten begann die Jungsteinzeit vor etwa 7500 Jahren. Die Anfänge der bäuerlichen Lebensweise im Vorderen Orient gehen jedoch deutlich weiter zurück. Im so genannten Fruchtbaren Halbmond, einer Region, die sich vom Persischen Golf bis ins heutige Israel erstreckt, begannen die Menschen bereits vor etwa 11000 Jahren mit Ackerbau und Viehzucht – möglicherweise zur gleichen Zeit auch im heutigen China. Zunächst beschränkten sie sich darauf, die vorgefundenen wilden Getreidearten Einkorn, Emmer und Gerste zu säen und zu ernten. Im Lauf der Zeit gelang es, ertragreichere Getreidesorten zu züchten. Auch machte der Pflug, der seinen Weg von Mesopotamien nach Europa fand, die Bodenbearbeitung leichter. Domestiziert wurden Schafe und Ziegen, später auch Rinder und Schweine. Neue Handwerks- und Kulturtechniken wie die Herstellung von Keramik, die Bewässerung von Feldern und die Metallverarbeitung machten Arbeitsteilung und Spezialisierung notwendig, was eine Gesellschaft mit Hierarchien und sozialen Unterschieden entstehen ließ. Durch weit reichende Handelsbeziehungen kam es zu einem Ideenaustausch, der den technischen Fortschritt wiederum beschleunigte. Als Motoren der Entwicklung erwiesen sich die Städte, von denen Jericho in Palästina die wohl älteste ist– vor 10000 Jahren hatte sie etwa 1500 Einwohner.
Totgesagte leben länger
Mikroprozessoren entstehen schon seit Jahrzehnten mit derselben Basistechnologie. Und die ist allen Unkenrufen zum Trotz noch lange nicht ausgereizt. von Michael Vogel Manchmal braucht es etwas sehr Großes, um etwas sehr Kleines zu erschaffen. Zum Beispiel bei Mikroprozessoren: Moderne Halbleiterfabriken bedecken eine Fläche, die...
Das molekulare Gedächtnis
Chemische Elemente bilden verschiedene stabile Isotope. Winzige Unterschiede in ihrer Verteilung sind wie ein Fingerabdruck und verraten viel über die Herkunft. So lässt sich etwa der Weg des Wassers verfolgen. von RAINER KURLEMANN Alexander Frank hat ein besonderes Verhältnis zu Seen. In diesem Herbst reist der Biologe zu drei...