Wissensbibliothek
Was besagen die buddhistischen Ordensregeln?
Die Ordensregeln (vinaya) waren in einer großen Textsammlung festgelegt. Sie begannen mit dem Austritt aus der Gesellschaft und der Verpflichtung zu den Grundregeln von Armut, Keuschheit und Friedfertigkeit. Nach einer Novizenzeit konnte man als Vollmönch oder -nonne ordiniert werden und verpflichtete sich, fortan ein Leben als Bettelmönch zu führen. Das beinhaltet das Erbetteln von Nahrung mit einer Almosenschale, das Tragen von Flickenkleidung und ein unstetes Wanderleben, das nur in der Regenzeit unterbrochen wurde. Jeden halben Monat fand eine »Beichtversammlung« statt, bei der die Ordensmitglieder Verfehlungen bekennen mussten. Handelte es sich um schwere Verstöße, führte dies zum Ausschluss aus der Gemeinschaft. Neben den Verletzungen der Grundregeln gehörte dazu auch der Versuch der Ordensspaltung, der sich in früher Zeit hauptsächlich auf die unterschiedliche Auslegung der Ordensregeln und weniger auf dogmatische Fragen bezog.
Die Himmelsdecke von Esna
Dass die astronomische Tempeldecke in Esna, 55 Kilometer südlich von Luxor, heute wieder erstrahlen kann wie vor rund 2.000 Jahren, ist einem Glücksfall zu verdanken – und der jahrelangen Arbeit eines deutsch-ägyptischen Expertenteams. von ROLF HEßBRÜGGE Man muss sich schon etwas den Hals verrenken, um diesen kostbaren...
Kafkas Schloss als Atom
In dieses Jahr fällt der 100. Todestag von Franz Kafka, der in den Medien ausführlich gefeiert wird. Hier soll es riskiert werden, den Dichter in Verbindung mit der Naturwissenschaft zu sehen, auch wenn das zunächst wenig Erfolg zu versprechen scheint. Es soll um den unvollendeten Roman „Das Schloss“ gehen, der in den frühen...