Lexikon
Weltraumstrategie
die Einbeziehung von Raumflugkörpern (z. B. Satelliten) in strategische Planungen und Vorbereitungen der Weltmächte. Die Rüstung der Nuklearmächte, insbesondere der UdSSR und der USA, mit weit reichenden Kernwaffen führte zwar zu Beschränkungsvereinbarungen (SALT), aber nur zu unzureichenden Kontrollmöglichkeiten für dieselben. Es wurden deshalb Aufklärungssysteme von hoch fliegenden, mit äußerst empfindlichen Kameras ausgerüsteten Flugzeugen entwickelt, die später durch Satelliten ersetzt wurden (Beginn der „Weltraumspionage“). Seit Beginn der 1980er Jahre werden Veränderungen in der Gefechtsbereitschaft von Flugbasen, Marinestützpunkten, nuklearen Waffensystemen, aber auch Truppenbewegungen unverzüglich erkannt. Ein solches Frühwarnsystem von feststehenden Aufklärungssatelliten (sog. geostationäre Umlaufbahn, 36 000 km über dem Äquator) wird ergänzt durch Wettersatelliten. Daneben ist es möglich, mit einem Netz von Navigationssatelliten (in 20 000 km Höhe) die Position von Schiffen und Flugzeugen überall auf bzw. über der Erde mit einer Genauigkeit von weniger als 10 m zu bestimmen. Diese Navstars können als sehr genaues Leitsystem für Atomraketen dienen, z. B. für Marschflugkörper (Cruisemissiles).
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Menschen, die an Parkinson erkrankt sind, leiden unter dem charakteristischen Zittern ihrer Hände und Beine. Die Symptome schränken ihren Alltag stark ein. Künftig könnten diese Beschwerden mittels einer intelligenten Tiefenstimulation des Gehirns deutlich reduziert werden, wie Neurowissenschaftler herausgefunden haben. Das Neue...
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Die Schattenpandemie
Millionen Menschen leiden unter den Spätfolgen einer Corona-Erkrankung. Die Forschung zu Long Covid und den Ursachen ist komplex. von MARTIN W. ANGLER Es ist kurz vor Mitternacht, als mich die Ärztin in der Notaufnahme an den Tropf hängt. Bluthochdruckkrise mit Anfang 40. Wie kann das sein? Ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol...