Lexikon
Weserrenaissance
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-rənɛsãs; französisch
]Profanbaukunst im Weserland zwischen etwa 1530 und 1630, begünstigt durch wirtschaftliche Blüte und Latifundienbildung des Weseradels. In der städtisch-bürgerlichen Profan-Architektur lebten die stilistischen Merkmale des späten Mittelalters weiter, wurden aber durch den Einfluss des niederländischen Manierismus (Roll- und Beschlagwerk der Ziergiebel) allmählich zurückgedrängt. Im Schlossbau übernahm man von italienischen und französischen Bautypen den regelmäßigen Grundriss (Vierflügelanlage) und den Wendeltreppenturm zwischen den Flügeln, ferner die venezianischen Halbkreiszinnen, die sog. „welschen Giebel“; Fassaden waren reich geschmückt. Schloss Brake in Lemgo beherbergt seit 1989 ein Weserrenaissance-Museum. Hauptwerke: Schlösser in Stadthagen, Schwöbber, Hämelschenburg und Bevern.
Wissenschaft
Der klügste Mensch, von dem kaum jemand gehört hat
Manchmal tauchen in der Wissenschaftsgeschichte Figuren auf, von denen man meint, sie als die klügsten Menschen auf dem Erdball feiern zu müssen. Der amerikanische Physiker Richard Feynman (1918 bis 1988) wurde von vielen Zeitgenossen so eingeschätzt. Genau wie der aus Ungarn stammende Mathematiker John von Neumann (1903 bis 1957...
Wissenschaft
Relativistisch genau – Atomuhren messen Höhenunterschiede
Albert Einstein sagte voraus, dass die Zeit auf Bergen oder sonstigen Erhebungen schneller vergeht als im Tal – schuld sind die höhenbedingten Unterschiede in der Erdschwerkraft. Jetzt ist es Physikern gelungen, den winzigen Effekt der gravitativen Zeitdehnung für die Höhenmessung selbst weit voneinander entfernter Orte zu nutzen...