Lexikon
Weserrenaissance
[
-rənɛsãs; französisch
]Profanbaukunst im Weserland zwischen etwa 1530 und 1630, begünstigt durch wirtschaftliche Blüte und Latifundienbildung des Weseradels. In der städtisch-bürgerlichen Profan-Architektur lebten die stilistischen Merkmale des späten Mittelalters weiter, wurden aber durch den Einfluss des niederländischen Manierismus (Roll- und Beschlagwerk der Ziergiebel) allmählich zurückgedrängt. Im Schlossbau übernahm man von italienischen und französischen Bautypen den regelmäßigen Grundriss (Vierflügelanlage) und den Wendeltreppenturm zwischen den Flügeln, ferner die venezianischen Halbkreiszinnen, die sog. „welschen Giebel“; Fassaden waren reich geschmückt. Schloss Brake in Lemgo beherbergt seit 1989 ein Weserrenaissance-Museum. Hauptwerke: Schlösser in Stadthagen, Schwöbber, Hämelschenburg und Bevern.
Wissenschaft
Das kenn’ ich doch!
Warum wir manchmal Déjà-vus erleben, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. „Déjà vu“ ist französisch und bedeutet „schon gesehen“. Man bezeichnet damit Situationen, in denen man das intensive Gefühl hat, sie schon einmal erlebt zu haben, ohne indes genau sagen zu können, wann, wo und in welchem Zusammenhang. In Studien gaben rund zwei...
Wissenschaft
Schwere Geburt auch bei Schimpansen
Nicht nur wir Menschen haben es bei der Geburt schwer: Auch bei Schimpansen ist der Geburtskanal enger als bisher angenommen. Das zeigt eine Studie anhand dreidimensionaler Modelle der Beckenanatomie bei Schimpansen und Menschen. Bisher ging man davon aus, dass die schwere Geburt bei Menschen vor allem durch unseren aufrechten...