Wahrig Herkunftswörterbuch

Eiertanz
Wer heutzutage einen Eiertanz aufführt, der windet sich in einer schwierigen Lage und wählt seine Worte, um niemanden zu verletzen. Ursprung dieser übertragenen Bedeutung ist eine 1863 in der politischen Satireschrift „Frankfurter Latern“ erschienene Karikatur Otto von Bismarcks mit dem Titel „Politischer Eiertanz“. Sie zeigt den späteren Reichskanzler, wie er als Ballerina mit (fast) geschlossenen Augen um Eier mit Aufschriften wie „Gesetz“, „Verfassung“, „Wahlen“, „Reform“ oder „Recht“ herumtanzt. Heute nimmt man an, dass die Wendung nicht auf den historischen, in Deutschland nicht verbürgten Eiertanz zurückzuführen ist, den Tänzer mit verbundenen Augen auszuführen hatten. Darstellungen von Menschen, die um ein Ei herumtanzen, finden sich auf zwei alten Kunstwerken aus den Niederlanden, die von 1557 bzw. 1611 stammen.
Digitaler Mensch mit leuchtendem Kopf und Smartphone, das einen Lichtstrahl aussendet.
Wissenschaft

Metaatome statt Linsen

Dank sogenannter Metalinsen lassen sich Optiken vollkommen neu aufbauen sowie kompakter und günstiger herstellen. Künftig könnten sie etwa die Kamera-module in Smartphones ersetzen. von MICHAEL VOGEL In einem Smartphone stecken Dinge, deren Bedeutung vielen Menschen gar nicht bewusst ist. Dazu gehört in manchen Handy-Modellen...

hell, klein, sichtbar
Wissenschaft

Winzigstes sichtbar gemacht

Neuartige Mikroskope erreichen fast atomare Auflösung. Das hilft etwa bei der Entwicklung von besseren Medikamenten. von REINHARD BREUER Wer Kleines und Kleinstes erkennen will, braucht Hilfe – ob Lesebrille, Fernglas oder Lupe. In der Wissenschaft sind seit mehr als 400 Jahren Lichtmikroskope in Gebrauch, und ihre...

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