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Wie entwickelte sich die Gesangsform weiter?

Seit dem 9. Jahrhundert legte sich über die Choräle mit ihrem verbindlichen Regelwerk (Initium, Tenor, Meditatio, Tenor, Finis) gleichsam eine zweite Schicht: Die traditionelle Struktur wurde bewahrt, gleichzeitig aber durch Ausschmückungen und Paraphrasierungen ergänzt – ein Verfahren, das einem so genannten Tropus (»Wendung«, »Weise«) gleichkommt. Dabei werden Melismen, also textlose Melodieteile, einem Choral vorangestellt, eingeschaltet oder angehängt.

Ebenso bedeutend wurde die Sequenz, die ebenfalls auf der Idee des Tropus beruht. Diese auch als »Melodia« oder »Neuma« bezeichnete Gesangsform erweitert das Schlussmelisma des liturgischen Alleluja; die Melodie wird wiederholt, aber ein anderer, gleichsilbiger Vers unterlegt. Von der Kirche wurden diese Neuerungen zwar nicht offiziell abgesegnet, aber geduldet. Im 9. Jahrhundert hatte die Gregorianik eine solche Dominanz erreicht, dass für andere kirchenmusikalische Traditionen kaum mehr Platz blieb. Neben dem gregorianischen Gesang hat sich allein der ambrosianische bis heute erhalten.

junges Nilkrokodil
Wissenschaft

Wie sich die Kopfschuppen bei Krokodilen bilden

Krokodile weisen am Kopf ein unregelmäßiges Schuppenmuster auf, das sich individuell und von Art zu Art unterscheidet. Doch wie kommt diese schuppige Vielfalt zustande? Eine Studie zeigt nun anhand von Experimenten mit Krokodilembryos und Computersimulationen, dass nicht etwa genetische Mechanismen, sondern mechanische Prozesse...

Wissenschaft

Assistent, Baukasten, Chamäleon

An pfiffigen Ideen, wie das Autofahren zu einer ganz neuen Form von Erlebnis werden kann, mangelt es den Forschern nicht. Sie setzen dabei unter anderem auf intelligente Systeme, feinfühlige Technik und eine Rundumvernetzung. von HEIKE STÜVEL Mobilitätsforscher sind überzeugt: Die Autobranche wird sich in den nächsten Jahren und...

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