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Mussten Schildkröten für Schmuck sterben?
Ja, denn aus dem Panzer der Echten Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata) lässt sich das sog. Schildpatt gewinnen, das vor allem vom 17. bis 19. Jahrhundert als Werkstoff geschätzt war. Erwärmt lässt sich Schildpatt biegen und auf Hochglanz polieren. Bereits die Römer schmückten ihre Möbel mit gelblich-braun geflammtem Schildpattfurnier und in der Renaissance diente es zur Verzierung von allerlei kunsthandwerklichen Gegenständen. Noch im 20. Jahrhundert wurden daraus zum Beispiel Kämme, aber auch Brillenfassungen hergestellt.
Gewonnen wurde dieses kostbare Material dadurch, dass die Fischer die gefangenen Schildkröten mit dem Rücken in heißes Wasser tauchten und die Rückenschilde ablösten. Relativ junge Tiere überlebten diese barbarische Prozedur sogar und bildeten einen neuen Panzer.
News der Woche 03.01.2025
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Mikroskopisch kleiner Manipulator
Studien legen einen Zusammenhang zwischen erhöhter Risikobereitschaft und einer Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii nahe – bei Tier und Mensch.
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