Wissensbibliothek

Mussten Schildkröten für Schmuck sterben?

Ja, denn aus dem Panzer der Echten Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata) lässt sich das sog. Schildpatt gewinnen, das vor allem vom 17. bis 19. Jahrhundert als Werkstoff geschätzt war. Erwärmt lässt sich Schildpatt biegen und auf Hochglanz polieren. Bereits die Römer schmückten ihre Möbel mit gelblich-braun geflammtem Schildpattfurnier und in der Renaissance diente es zur Verzierung von allerlei kunsthandwerklichen Gegenständen. Noch im 20. Jahrhundert wurden daraus zum Beispiel Kämme, aber auch Brillenfassungen hergestellt.

Gewonnen wurde dieses kostbare Material dadurch, dass die Fischer die gefangenen Schildkröten mit dem Rücken in heißes Wasser tauchten und die Rückenschilde ablösten. Relativ junge Tiere überlebten diese barbarische Prozedur sogar und bildeten einen neuen Panzer.

Mikroplastik aus Arterien-Plaque
Wissenschaft

Mikroplastik in verstopften Halsschlagadern gefunden

Mit unserer Nahrung und unserem Trinkwasser nehmen wir Tag für Tag winzige Plastikpartikel auf. Welche Auswirkungen dieses Mikro- und Nanoplastik in unserem Körper hat, ist bisher nur in Ansätzen bekannt. Eine Studie zeigt nun, dass sich die Plastikpartikel in den Ablagerungen in menschlichen Halsschlagadern anreichern können....

Ein Schiff bringt die Mumie des Sennefer nach Abydos. Ägyptische Wandmalerei aus dem 15. Jahrhundert v. Chr.
Wissenschaft

Die Segel gehisst

Besiedlungsspuren lassen frühe Reisen übers Meer vermuten. Bis ins 10. Jahrhundert n.Chr. gab es keine nennenswerten technischen Navigationshilfen. Von ROLF HEßBRÜGGE Von den ersten Seefahrern ist uns nichts geblieben, keine Abbildungen, keine Schiffsfragmente, keine sonstigen Hinterlassenschaften. Umso spannender waren Meldungen...

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