Wissensbibliothek
Mussten Schildkröten für Schmuck sterben?
Ja, denn aus dem Panzer der Echten Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata) lässt sich das sog. Schildpatt gewinnen, das vor allem vom 17. bis 19. Jahrhundert als Werkstoff geschätzt war. Erwärmt lässt sich Schildpatt biegen und auf Hochglanz polieren. Bereits die Römer schmückten ihre Möbel mit gelblich-braun geflammtem Schildpattfurnier und in der Renaissance diente es zur Verzierung von allerlei kunsthandwerklichen Gegenständen. Noch im 20. Jahrhundert wurden daraus zum Beispiel Kämme, aber auch Brillenfassungen hergestellt.
Gewonnen wurde dieses kostbare Material dadurch, dass die Fischer die gefangenen Schildkröten mit dem Rücken in heißes Wasser tauchten und die Rückenschilde ablösten. Relativ junge Tiere überlebten diese barbarische Prozedur sogar und bildeten einen neuen Panzer.
Klimawandel im Rückspiegel
Ein Blick in die Vergangenheit könnte helfen, die aktuelle Klimakrise zu meistern. Wie sind frühere Kulturen mit Klimasprüngen umgegangen? Archäologen und Paläo-Klimatologen können dazu wichtige Erkenntnisse beisteuern. von ROLF HEßBRÜGGE Das Thema des internationalen Spitzentreffens im September 2021 verblüfft auf den ersten...
Lichtkrümmung als Sternenwaage
Erstmals wurde die Masse eines isolierten Weißen Zwergs gemessen – anhand der Deformation seiner Raumzeit ringsum.
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