Wahrig Herkunftswörterbuch
Schild
1.
(mask.)
älteste, am Arm getragene Schutzwaffe, runde oder ovale, leicht gekrümmte Platte aus Holz, Leder, Metall oder Flechtwerk
2.
(mask.)
Skelettkapsel der Schildkröten
3.
(mask.)
Teil des Außenskeletts von Krebsen und Insekten
4.
(mask.)
Ummantelung eines Kernreaktors zur Verringerung des Austritts von radioaktiver Strahlung
5.
(neutr.)
Abzeichen, Erkennungszeichen, Warnungszeichen, meist Platte aus Holz oder Metall bzw. Blatt Papier mit Aufschrift
♦
dieses Substantiv, dessen Bedeutungen erst seit
[Info]nhd.
Zeit über zwei verschiedene Genera voneinander abgegrenzt werden, ist übermhd.
schilt,ahd.
scilt bis auf dieidg.
Wurzel *(s)kel– „schneiden, spalten“ zurückführbar; es bedeutet demnach eigentlich „Abgespaltenes“Schild: etwas im Schilde führen
Die Wendung etwas im Schilde führen „etwas vorhaben, von dem niemand wissen soll“ stammt aus dem Turnierwesen. Auf seinem Schild führte jeder Turnierritter einen Wahlspruch und ein Zeichen, mit denen er sich den Eingeweihten zu erkennen gab, während die Zuschauer und andere nicht mit ihm und seiner Herkunft Vertraute oft nichts mit diesem Code anzufangen wussten. Das Element des Hinterhältigen war anfangs nicht vorhanden. Kam nun ein Ritter mit diesen auf dem Schild getragenen Erkennungszeichen zu einer Burg, konnte ein guter Turmwächter an ihnen sofort erkennen, ob ein Freund oder ein Feind Einlass begehrte. Daraus entwickelte sich die Wendung etwas im Schilde führen mit der Bedeutung „eine bestimmte Absicht haben“ – blieb diese Absicht dem Zeichenunkundigen oder Ahnungslosen verborgen, beispielsweise wenn der Ritter Waffen hinter dem Schild versteckte, so konnte es ein böses Erwachen geben.
Wissenschaft
»Der Schutz der Gesundheit des Menschen steht immer ganz vorn«
Tanja Schwerdtle erklärt im Interview, warum spezielle organische Arsenverbindungen für die Risikobewertung eine besondere Herausforderung darstellen. Das Gespräch führte TAMARA WORZEWSKI Frau Prof. Dr. Schwerdtle, warum ist nicht jede Gefahr gleich ein Risiko? Der Unterschied zwischen einer Gefährdung und einem Risiko lässt sich...
Wissenschaft
Schlafapnoe-Maske ist nicht bei allen gut fürs Herz
Wer im Schlaf häufig Atemaussetzer bekommt, hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um dem entgegenzuwirken, müssen viele Patienten nachts eine sogenannte CPAP-Maske tragen, die sie mit Luft versorgt und verhindert, dass sich ihre Atemwege schließen. Doch kann diese Behandlung wirklich Herzinfarkte, Schlaganfälle...