Wissensbibliothek

Weshalb schmücken sich Pflanzen mit Blüten?

Um Bestäuber anzulocken und so die Fortpflanzung und damit auch die Verbreitung der Art zu sichern. Vor allem Farben und Düfte sind anziehende Signale, um Biene, Hummel und Co. zum Besuch zu bewegen. Rotblaue Anthocyane, orange gefärbte Carotinoide oder gelbe Flavonoide dienen als Ausgangsstoffe für eine große Farbvielfalt. Gewellte oder mit Wachsen überzogene Oberflächen reflektieren das Licht in unterschiedlichste Richtungen und lassen viele Blüten ganz besonders intensiv leuchten. Zusätzlich zu ihrer Grundfarbe helfen viele Blüten den Insekten mit Farbmalen, farbigen Streifen und Tupfen auf den Kronblättern, möglichst schnell und zielsicher an den Nektar zu gelangen. Wer schlecht sieht, aber gut riechen kann, dem legen die Blüten mit Duftstoffen markante Leitbahnen, die Bienen, Fliegen oder Wespen mit ihrem feinen Geruchssinn sogar aus großer, bisweilen kilometerweiter Entfernung wahrnehmen.

Als nahrhafte Werbegeschenke bieten Pollen alles, was die geflügelten Besucher brauchen. Auch der ausschließlich zur Belohnung dienstbarer Tiere hergestellte Nektar ist begehrt; die Blüten produzieren diesen süßen Saft in besonderen Drüsen, den Nektarien. Manche Blütenpflanzen belohnen ihre Besucher darüber hinaus mit nahrhaften Fetten, die sie in besonderen Öldrüsen bilden.

Wissenschaft

Frühwarnung vorm Bergsturz

Die Schweizer Berge stehen unter steter Beobachtung – erst recht nach dem Bergsturz von Blatten im Mai. Satelliten registrieren feinste Bewegungen im Gelände. Legen sie an Tempo zu, kommen weitere Techniken ins Spiel. Das soll die Menschen schützen. von CHRISTIAN BERNHART Als die rund 300 Bewohner des Dorfes Blatten im Walliser...

Knochenfresser-Würmer
Wissenschaft

Starke Frauen und Mini-Männchen

Knochenfresser-Würmer leben in einem extremen Matriarchat. Forschende haben nun erstmals ein Rätsel ihrer Fortpflanzung gelöst. von KATJA MARIA ENGEL Als der erste Osedax auf dem Meeresboden entdeckt wird, ist das ein reiner Zufall. Der Meeresforscher Robert C. Vrijenhoek war vor der Küste Kaliforniens eigentlich auf der Suche...

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