Wahrig Herkunftswörterbuch
gehen
mhd.
gan, gen, ahd.
gan, gen; zurückzuführen auf germ.
*gæ– „gehen“, auch in engl.
to go und schwed.
gå in ders. Bed.; Quelle ist die idg.
Wurzel *ghe(i)– „verlassen, fortgehen; klaffen“, die auch griech.
kicháno „ich erreiche, treffe“ zugrunde liegt; im Indogermanischen zeigt sich eine Verwandtschaft zu → gähnen; in der Vergangenheits– und Partizipform wird gehen mit dem idg.
Stamm von *ghengh– „die Beine spreizen“ (vgl. → Gang) ergänzt; die Bedeutung von gehen ist vielfältig; sie reicht von „laufen“ über „reisen, fahren“ bis hin zu „funktionieren“ und „verlaufen“; die meisten Präfixbildungen mit gehen beziehen sich auf die Grundbedeutung des Verbs und sind in ihrer Bedeutung leicht zu erschließen, so z. B. aufgehen
„in die Höhe wachsen, anschwellen“, ausgehen
„das Haus verlassen, fortgehen“ und begehen
„betreten, beschreiten“; andere Zusammensetzungen dagegen sind von übertragener Bedeutung und haben ihren Sinn erst nach und nach ausgebildet, wie z. B. hintergehen
„betrügen“ und ergehen
„erlassen werden“
Wissenschaft
Gesichtstemperatur könnte biologisches Alter verraten
Kalte Nase, warme Wangen: Diese Merkmale deuten einer Studie zufolge auf ein höheres biologisches Alter hin. Mit Hilfe eines KI-Modells haben Forschende Wärmebildaufnahmen der Gesichter von mehr als 2800 Personen ausgewertet und festgestellt, dass die Temperaturmuster im Gesicht nicht nur altersabhängig sind, sondern auch...
Wissenschaft
Photonenzähler und Dunkelfelder
Mit trickreichen neuen Techniken für die Computertomografie ermöglichen Forscher einen einzigartig scharfen Blick in den menschlichen Körper und sammeln wertvolle Informationen, die für die Mediziner bei der Diagnose von Erkrankungen bislang unzugänglich waren. von RALF BUTSCHER Es herrschte Feierlaune an der Uniklinik Mainz, als...