Lexikon
Tạbula rạsa
[
lateinisch, „unbeschriebene Wachstafel“
]in der Philosophie die Vorstellung vom Zustand der Seele, die bei der Geburt unberührt ist und in die später wie in eine Wachstafel die Eindrücke und Erkenntnisse der Außenwelt „eingetragen“ werden. Diese schon in der Antike vertretene passive Vorstellung von der Seele wurde von J. Locke zur Grundlage des Sensualismus gemacht. – Tabula rasa machen, reinen Tisch schaffen.
Wissenschaft
Der heilige Ring
Auf der Schwelle vom Neolithikum zur Bronzezeit befand sich im heutigen Sachsen-Anhalt ein wichtiges religiöses Zentrum – ein Ringheiligtum von beachtlichen Ausmaßen, erbaut von den Glockenbecherleuten, die ab 2400 v. Chr. hierher eingewandert waren. von DAVID NEUHÄUSER Vor rund 7.500 Jahren begannen Menschen in Mitteleuropa mit...
Wissenschaft
Gutes Bauchgefühl
Der Darm ist das bedeutsamste Immunorgan des Körpers. Und steht in enger Verbindung zum Gehirn. Er ist deshalb maßgeblich an unserem Wohlbefinden beteiligt. von JÜRGEN BRATER Beim Stichwort Darm denkt man automatisch zuerst an die üblicherweise als Verdauung bezeichnete Nahrungsverwertung, also an die enzymatische Aufspaltung...