Lexikon

Locke

Locke, John
John Locke
John, englischer Philosoph, * 29. 8. 1632 Wrington bei Bristol,  28. 10. 1704 Oates, Essex; Ausbildung in der Westminster-Schule, Studium der Medizin und Naturwissenschaften in Oxford; Sekretär, Arzt und Erzieher im Haus des Grafen A. A. C. Shaftesbury (des Älteren); Aufenthalte in Frankreich und Holland, kehrte mit Wilhelm (III.) von Oranien nach England zurück und war bis 1700 im Kolonialministerium tätig.
Sein Hauptwerk „An Essay Concerning Human Understanding“ (Entwurf 1671, erstmalig veröffentlich 1689/90, deutsch „Versuch über den menschlichen Verstand“ 19111913) war die Begründung des englischen Empirismus. Darin wandte sich Locke gegen R. Descartes und die Lehre von den angeborenen Ideen: Er lässt als Quelle der Erkenntnis nur die „sensation“ (Sinneswahrnehmung) und die „reflection“ (Selbstwahrnehmung) zu; die Seele wird zur Tabula rasa (unbeschriebene Wachstafel), die die aus der Erfahrung kommenden Erkenntnisse aufnimmt und bewahrt; die Sprache ist ein System von Bezeichnungen, in denen die Vorstellungen und ihre Beziehungen dargestellt werden können. Die Vorstellung „Gott“ entsteht für ihn zwingend aus der Steigerung der Begriffe „Kraft“, „Dauer“ und „Willen“, bleibt aber eine undeutliche Vorstellung, die Toleranz fordert.
Lockes Staatsphilosophie lehrt, im Gegensatz zu der T. Hobbes, dass der Staat von den Menschen errichtet wurde, um Freiheit, Gleichheit und Eigentum zu garantieren durch gegenseitige Beschränkungen. Damit ist der Charakter des Staates im Sinn der Volkssouveränität bestimmt, und weder patriarchalische noch absolutistische Regierungsformen können anerkannt werden. Das Volk hat das Recht des Widerstands gegen jede Form verfassungswidriger Herrschaft.
Menschen, Versuch, Rochen
Wissenschaft

Die neuen Softies

Eine neue Generation „weicher“ Roboter geht an den Start. Sie können sich problemlos durch kleine Öffnungen zwängen oder über unwegsames Gelände schlängeln. von THOMAS BRANDSTETTER Roboter aus Metall leisten hervorragende Arbeit. Mit ihren bewährten Kombinationen von Stahlgelenken, Servomotoren und Hydraulik arbeiten sie...

phaenomenal_02.jpg
Wissenschaft

Was ist dran am Verdauungsschnaps?

Wie Alkohol die Nahrungsverwertung in Magen und Darm beeinflusst, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Nach einem opulenten Mahl ein oder zwei Schnäpschen – ein weit verbreitetes und überaus beliebtes Ritual, mit dem sich angeblich die Verdauung fördern, sprich beschleunigen lässt. Doch was sagt die Wissenschaft dazu? Unterstützt...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon