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LEXIKON

Sternheim

Carl, deutscher Schriftsteller, * 1. 4. 1878 Leipzig,  3. 11. 1942 Brüssel; übte in expressionistischer, äußerst verknappter Ausdrucksweise bissige Gesellschaftskritik, besonders in seinem Dramenzyklus „Aus dem bürgerlichen Heldenleben“ (darunter „Die Hose“ 1911; „Die Kassette“ 1912; „Bürger Schippel“ 1913; „Der Snob“ 1914; „Tabula rasa“ 1916) und in seiner Novellensammlung „Chronik von des 20. Jahrhunderts Beginn“ 19261928.
  • Erscheinungsjahr: 1911
  • Veröffentlicht: Deutsches Reich
  • Verfasser:
    Sternheim
    , Carl
  • Deutscher Titel: Die Hose
  • Genre: Ein bürgerliches Lustspiel
»Die Hose«, uraufgeführt am 15. Februar in den Berliner Kammerspielen unter dem Titel »Der Riese«, ist der erste Teil einer Trilogie, in der Carl Sternheim (* 1878,  1942) den Aufstieg eines Kleinbürgers in die Aristokratie schildert; 1914 wird »Der Snob« uraufgeführt, 1919 »1913«. Zugleich ist »Die Hose« der erste Teil des Dramenzyklus' »Aus dem bürgerlichen Heldenleben«, einer Satire auf das Bürgertum zur Zeit des Wilhelminismus. Triebhaftigkeit, Brutalität, Materialismus und Strebertum werden dabei als einzige echte Züge des Bürgers dargestellt, seine Ideale und romantischen Neigungen werden als Posen entlarvt.
  • Erscheinungsjahr: 1913
  • Veröffentlicht: Deutsches Reich
  • Verfasser:
    Sternheim
    , Carl
  • Deutscher Titel: Bürger Schippel
  • Genre: Komödie in fünf Aufzügen
Die unter der Regie von Max Reinhardt am 5. März in den Kammerspielen des Deutschen Theaters in Berlin uraufgeführte Komödie »Bürger Schippel« des sozialkritischen expressionistischen Dramatikers und Erzählers Carl Sternheim (* 1878,  1942) ist eine bissige Satire auf den bürgerlichen Standesdünkel der Wilhelminischen Zeit. Der »dreckige Prolet« Schippel, ein Bierkneipenmusikant, schafft den Aufstieg ins Bürgertum, weil er als Einziger den verstorbenen Tenor im Sängerquartett des Goldschmieds Tilmann Hicketier, des Beamten Krey und des Druckereibesitzers Wolke ersetzen kann. Als er schließlich Thekla, die Tochter des Goldschmieds, durch ein Duell zur Frau gewinnt, hat er die volle bürgerliche Ebenbürtigkeit erreicht. Trotz seiner Bühnenerfolge wird Carl Sternheim im kaiserlichen Deutschen Reich von der offiziellen Kritik feindselig behandelt. Erst nach dem Ersten Weltkrieg erobern seine Stücke die deutschen Bühnen.
  • Erscheinungsjahr: 1914
  • Veröffentlicht: Deutsches Reich
  • Verfasser:
    Sternheim
    , Carl
  • Deutscher Titel: Der Snob
  • Genre: Komödie in drei Akten
Die am 2. Februar unter der Regie von Max Reinhardt in den Kammerspielen des Deutschen Theaters in Berlin uraufgeführte Komödie »Der Snob« des sozialkritischen expressionistischen Dramatikers und Erzählers Carl Sternheim (* 1878,  1942) ist eine bissige Satire auf den Standesdünkel der Geldaristokraten während der Wilhelminischen Zeit. Der 36-jährige Christian Maske soll zum Generaldirektor eines Konzerns gewählt werden und bricht alle Kontakte ab, die darauf hinweisen könnten, dass er aus dem kleinbürgerlichen Milieu stammt. »Der Snob« gehört mit den Komödien »Die Hose« (1914), »Die Kassette« (1912), »Bürger Schippel« (1914) und »1913« (1915) sowie den Stücken »Der Kandidat« (1915), »Tabula rasa« (1916, uraufgeführt 1919), »Perleberg« (1917), »Der Nebbich« (1922) und »Das Fossil« (1925) zu Sternheims Dramenzyklus »Aus dem bürgerlichen Heldenleben«. Trotz seiner Bühnenerfolge wird Sternheim im kaiserlichen Deutschland von der offiziellen Kritik feindselig behandelt; einige seiner Komödien werden bis 1918 verboten. Erst nach dem Ersten Weltkrieg erobern sich seine Stücke die deutschen Bühnen.
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