Lexikon
Auslandsdeutsche
Deutsche, die im Ausland leben. Der Begriff entstand im 19. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem Erstarken des Nationalismus. Er umfasste 1. deutsche Staatsangehörige im Ausland, 2. Personen deutscher Volkszugehörigkeit außerhalb des deutschen Staatsverbandes. In seiner zweiten Bedeutung war der Begriff Auslandsdeutsche unklar, da sich „Volk“ nicht eindeutig definieren lässt. Im politischen Sprachgebrauch verstand man unter Auslandsdeutschen insbesondere die deutschsprachigen Minderheiten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Infolge der Gebietsabtretungen aufgrund des Versailler Vertrags und der Auflösung Österreich-Ungarns stieg die Zahl dieser Auslandsdeutschen nach dem 1. Weltkrieg stark an. Wie alle Minderheiten hatten sie unter Assimilationsbestrebungen und Diskriminierung seitens der jeweiligen Staatsnation zu leiden. Durch die Umsiedlungsaktionen des nationalsozialistischen Regimes und die Vertreibungsmaßnahmen der Sieger des 2. Weltkrieges ist die Zahl der Auslandsdeutschen stark geschrumpft. Der Begriff Auslandsdeutsche ist kaum noch in Gebrauch; juristische Bedeutung hat der Begriff Volksdeutsche.
Wissenschaft
Der solare Doppelpack
Max-Planck-Forscher haben eine neuartige Technologie für die direkte Speicherung von Sonnenlicht geschaffen. Damit ist es möglich, das Sonnenlicht in ein und demselben Material zu absorbieren und zu speichern: eine Sonnenbatterie. von RALF BUTSCHER Es ist ein recht unscheinbares, ungefähr fingernagelgroßes Plättchen, das die...
Wissenschaft
KI-Sprachmodell analysiert und entwirft DNA-Sequenzen
Mit einem Wortschatz von lediglich vier Buchstaben kodiert die DNA in Millionen von Basenpaaren die genetische Information. Diese „Sprache des Lebens“ hat nun ein neues KI-Modell gelernt, das nach dem gleichen Prinzip funktioniert wie große Sprachmodelle. Das Modell namens Evo wurde mit 2,7 Millionen Genomen von Bakterien und...