Lexikon

Agrigento

[
-ˈdʒɛn-
]
Agrigent
bis 1927 Girgenti, italienische Stadt auf Sizilien, nahe der Südküste, Hauptstadt der Provinz Agrigento (3042 km2, 442 000 Einwohner), 53 000 Einwohner; Dom (14. Jahrhundert), Tempelruinen (Weltkulturerbe seit 1997); Handel mit Weizen und Schwefel (Ausfuhrhafen ist das nahe Porto Empèdocle), keramische Industrie, Wärmekraftwerk; Fremdenverkehr.

Geschichte

Im Altertum griechische Kolonie (Tochterstadt von Gela): um 580 v. Chr. als Akragas anstelle der älteren Sikanerstadt Kamikos gegründet; von Pindar als „schönste Stadt der Sterblichen“ gefeiert. 480 v. Chr. Sieg der Agrigentiner und Syrakusaner über die Karthager bei Himera. Agrigento war Residenz der Herrscher Phalaris (um 560 v. Chr.) und Theron (* 540/530 v. Chr.,  472 v. Chr.), Heimat des Philosophen Empedokles; durch die Karthager 405 v. Chr. zerstört, neue Blüte ab 338 v. Chr., seit 241 v. Chr. Provinzstadt der Römer, die die Stadt Agrigentum nannten, dann der Byzantiner. Besonders gut erhaltene Tempel aus dem 5. Jahrhundert v. Chr.
Wissenschaft

Zupacken mit Spinnenkräften

Ein neuer Typ von künstlichen Muskeln öffnet den Weg zu Robotern mit menschenähnlichen motorischen Fähigkeiten. Für die Entwicklung standen unter anderem Spinnenbeine Pate. von REINHARD BREUER Spinnen lassen viele Menschen gruseln. Das liegt nicht zuletzt an ihren langen haarigen Beinen. Doch wenn Roboterforscher auf die...

Erz, Meer, Meeresgrund
Wissenschaft

Erzrausch am Meeresgrund

Der Umstieg auf saubere Energie hat in den Minen an Land schmutzige Konsequenzen. Wie sieht es beim Tiefseebergbau aus? von Martin Angler Sie liegen auf ausgedehnten Sandflächen und warten darauf, eingesammelt zu werden: faustgroße Gesteinsbrocken, die schwarzen Trüffeln ähneln. Diese Manganknollen sind seit Millionen von Jahren...

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